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Grimma Taucher engagieren sich für Entwicklung des Störmthaler Sees
Region Grimma Taucher engagieren sich für Entwicklung des Störmthaler Sees
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14:20 19.05.2015

Unter der Federführung von Steffen Schibille, Vize-Präsident des Landestauchsportverbandes Sachsen, und Klaus Bauerfeind, Präsident des Taza-Tauchclubs Naunhof, verfolgen Taucher aus Borna, Leipzig und Naunhof ein komplexes Ziel.

"Neben dem Monitoring der Umweltbedingungen über und unter Wasser ging und geht es auch um die Einschätzung, ob sich die Tauchplätze für die langfristig interessante, gefahrlose und umweltgerechte Ausübung des Tauchsports eignen, wie unter Berücksichtigung anderer Seenutzer die Zuwegung für Tauchsportler gewährleistet ist und wie sich die Tauchplätze in die touristische Gesamtkonzeption des Sees einbinden lassen", fasste Bauerfeind das Vorhaben zusammen.

2012 und 2013 durften die Aktiven erste Erkundungstauchgänge vornehmen. Systematisch wurden auf Grundlage einer Sondergenehmigung sechs Tauchplätze erforscht, Sichttiefen-, Sichtweiten-, Tiefen- und Temperaturprofile erstellt sowie die Unterwasserfauna und -flora mit Fotos und Videos dokumentiert. Die gewonnenen Erkenntnisse fanden ihren Niederschlag in einem 50-seitigen Projektbericht, der zugleich erste Empfehlungen für eine tauchsportliche Nutzung des Sees beinhaltete. "Alle Aktivitäten setzen wir natürlich nur im engen Zusammenwirken mit den zuständigen Institutionen, wie der Gemeinde Großpösna, dem Umweltamt des Landkreises Leipzig, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) und dem Sächsischen Oberbergamt um", erläuterte Schibille.

Als Ende 2013 das Landratsamt den Entwurf einer Allgemeinverfügung "zur Zulassung und zur Regelung des Umfangs des Gemeingebrauchs am Störmthaler See" vorlegte, war darin das "Tauchen mit Atemgerät und anderen technischen Hilfsmitteln" faktisch ausgeschlossen. Was die Tauchsportler der Arbeitsgruppe "Störmthaler See" zunächst irritierte, fand in nachfolgenden Gesprächen mit der Behörde rasch Aufklärung. "Die Ausübung des Tauchsports zählt nicht zum Gemeingebrauch und kann nur über eine gesonderte Allgemeinverfügung geregelt werden", informierte Schibille. "Wir wollen dieses Vorgehen weiter unterstützen und einen Entwurf erarbeiten, den wir anschließend dem Landratsamt wie auch der Gemeinde Großpösna als Vorschlag unterbreiten möchten."

Neben einer umweltverträglichen und an die Nutzungskonzeption des Sees angepassten Regelung ihrer sportlichen Aktivitäten wollen die Mitglieder der Arbeitsgruppe zugleich ihr Angebot des Monitorings der Entwicklung der Unterwasserflora und -fauna sowie physikalischer und wasserchemischer Parameter im See bekräftigen. Für dieses Vorhaben haben sie sich bereits der fachkundigen Expertise der Umweltabteilung des Verbands Deutscher Sporttaucher und des Bereichs "Wissenschaftliches Tauchen" der TU Bergakademie Freiberg versichert. "Die an der Erarbeitung des Entwurfes beteiligten Mitglieder unseres Verbandes sind bereit, den Prozess der Ausarbeitung der Allgemeinverfügung weiter zu begleiten", bekräftigte Bauerfeind in seinem Schreiben an die Untere Wasserbehörde die Mitwirkungsbereitschaft der Tauchsportler.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2014
Saupe, Ralf

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