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"Tausend und elf Nächte"

"Tausend und elf Nächte"

Für den offenkundigen, jedoch gewollten thematischen Wirrwarr sind die Akteure auf und hinter der Bühne einmal mehr von "Art-Director" Fred Urban mit karnevalistischem Adrenalin geimpft worden.

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Die Nacht der Nächte. Bei solcher Konkurrenz durch eine feurige Schlangenbändigerin Ramona Otto ereilt dem Sultan Johannes Heine die Eifersucht der Sultanine Simone Mitschke.

Quelle: Frank Schmidt

Er hatte nach 20 Jahren an der MFC-Spitze zwar den Vereinsvorsitz an Jens Zeidler abgegeben, läutet jedoch weiterhin an der Programmglocke der Faschingskühe. Und so sind es der Sultanine und dem Sultan, alias Simone Mitschke und Johannes Heine in den brillanten Hauptrollen, sowie dem überragenden Uli Riesche als Kleiner Muck gelungen, einen gigantischen Bogen vom Mittelalter bis in die Moderne zu spannen. Da spielen unter anderem ein muskulöser Henker und eine feurige Schlangenbändigerin ebenso gewichtige Rollen wie zwei irre Comicfiguren, Doppelagent 007 und die derzeit angesagtesten Schlagerqueens Andrea Berg und Helene Fischer, Letztere gemimt von Ricarda Keller und Anke Hartmann. In gewohnter Performance einer atemberaubenden Varieté-Show ist der Abend multimedial und musikalisch sowie akrobatisch und tänzerisch getragen worden. Jedoch wider Erwarten hatte der MFC aus "Respekt vor ihrer Leistung", wie es Zeidler formulierte, ein anderes gekröntes Haupt außen vor gelassen - richtig, Dschungelkönigin Melanie Müller. "Wir sind stolz auf sie - das sagen wir frei raus - und da wollen wir sie karnevalistisch nicht lächerlich machen." Aber ganz ohne Dschungelcamp sollte es dann doch nicht abgehen. "Stolper"-Larissa, die Dschungelprinzessin, bekam ihre Bühne. Der MFC hat also wieder gut Lachen. Was freilich nach der Juniflut ganz anders aussah. Kein Geheimnis ist, dass zunächst nicht wirklich an Fasching zu denken war. "Unser Elferrat-Domizil liegt im Keller und damit alle Requisiten, Bühnenbilder und Kostüme - wir haben alles verloren und mussten am Punkt Null anfangen", blickte Zeidler an eine Zeit zurück, die mit der "relativ späten Entscheidung für ein Weitermachen" vergessen gemacht werden soll. "Dafür haben wir als eingeschworenes Team viel Zuspruch von den Fans bekommen", sagte Zeidler. Tatsächlich fühlte sich das Publikum sichtbar wohl. Sogar gut gebettet haben sich beispielsweise Gisela und Jana Wendt, Mutter und Tochter, aber auch Karla Schwarze, Katrin Schulze und Dirk Stemler in ihrem Bett-Kostüm. Obwohl sie alle aus dem Großraum Grimma stammen, schien es so, als wollten sie beim MFC nächtigen, weil sie mit fertig be- und übergezogenen Bettdecken und -kissen kamen. Ein originelles Outfit, was sich nicht wirklich beschreiben lässt, das muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Normalerweise der Farbe schwarz-gelb treu, sind die nun schrill und bunt kostümierten Mitglieder der Kartoffelkäferbande nur schwer zu erkennen gewesen. "Vielleicht hätten wir mit unseren Maschinen reinkommen sollen - was es auch schon gegeben hat", lachte Ines Urban. Frank Schmidt

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2014
Frank Schmidt

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