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Grimma Tausende Grimmaer greifen zu Schaufeln und Besen
Region Grimma Tausende Grimmaer greifen zu Schaufeln und Besen
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09:53 21.03.2016
Das Dach ist bereits neu gedeckt, nun wird die Waldhütte im Klosterholz für die neue Wandersaison hergerichtet. Quelle: Roger Dietze
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Grimma

 Ein Subbotnik fordert von den Akteuren ein gerüttelt Maß an Zähigkeit und Ausdauer. „Wir entsorgen in jedem Jahr mit zwei Kleintransportern Müll von diversen Wanderparkplätzen im Bereich der Stadt Grimma, und zwölf Monate später sind sie wieder voll“, kann Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) über soviel Unverfrorenheit und Ignoranz nur den Kopf schütteln. Beim auf dem Marktplatz vollzogenen „Appell“ zum mittlerweile 15. städtischen Großreinemachen am Sonnabendmorgen konnte der Grimmaer Kommunalchef jedoch auch ein wenig Hoffnung verbreiten. „In Kössern haben wir vor zwei Jahren mit einem Schild an die potenziellen Müllverursacher zur Zurückhaltung appelliert, und in der Tat fanden wir im vergangenen Jahr keinen Müll vor.“

Das Dach ist bereits neu gedeckt, nun wird die Waldhütte im Klosterholz für die neue Wandersaison hergerichtet. Quelle: Roger Dietze

An Arbeit sollte es aber den freiwilligen Helfern zwischen Mutzschen und Beiersdorf nicht mangeln. „Wir hatten im Vorfeld der Aktion Hinweise auf illegale Müllablagerungen von aufmerksamen Bürgern erhalten, die sehr hilfreich gewesen sind und uns die Arbeit erleichtert haben“, so Berger, der sich über das Engagement so vieler Menschen freut. „Ich denke, dass in den vergangenen Jahren jeweils so um die 1000 Leute aktiv waren, wobei sich manche Dörfer oder auch einzelne Feuerwehren respektive Vereine der Sache zeitversetzt angenommen haben“, sagte der Bürgermeister. Auch an jenen Stellen konnte er emsiges Treiben registrieren, an denen es keine Hinterlassenschaften von unbelehrbaren Zeitgenossen zu beseitigen galt.

Wie beispielsweise im Klosterholz, in dem Revierförster Udo Köhler freiwillige Helfer schwerpunktmäßig aus Waldbardau um sich geschart hatte. „Nachdem wir unlängst das Dach der Waldhütte haben neu decken lassen, haben wir den Subbotnik dazu genutzt, um die Hütte für die neue Wandersaison herzurichten“, berichtete der Forstinspektor. Stadtsprecher Sebastian Bachran war vom Engagement und der Organisation der Waldbardauer beeindruckt. „Sie haben Holz und Farbe mitgebracht und haben richtig rangeklotzt.“

Generell sei in den von ihm angefahrenen Dörfern auch rund um die Muldestadt „allerhand los“ gewesen. „Mich hat dabei besonders gefreut, dass die Leute wie von uns gewünscht quasi zu den Subbotnik-Wurzeln zurückgekehrt sind und mit Besen, Schaufeln und Mülltüten ausgerüstet die Straßenränder gesäubert haben“, sagte der Stadtsprecher, der nicht der einzige städtische Mitarbeiter war, der beim Subbotnik-Einsatz dabei war.

„Für viele Kolleginnen und Kollegen ist es eine Herzensangelegenheit, einen Beitrag zur Verschönerung ihrer Stadt leisten zu können“, berichtete Bachans Kollegin aus der Öffentlichkeitsabteilung, Marlen Rabold. Und selbst die ganz jungen Grimmaer, zum Beispiel packten die Schüler der 1b der Hohnstädter Grundschule im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit an und befreiten den Seume-Park von Laub oder Müll.

Von Roger Dietze

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