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Team-Triathlon härter als Ironman

Team-Triathlon härter als Ironman

Die Frage, welcher Wettkampf der anstrengendere sei – der weltberühmte Ironman auf Hawaii oder der Teamtriathlon innerhalb des Muldental-Triathlons – sie scheint rein theoretischer Natur zu sein.

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Laufen – nur eine Disziplin des Triathlons

Quelle: Roger Dietze

Grimma. Umso überraschender fällt die Antwort von Steffen Stundzig aus: „Der Team-Triathlon.“ Und der Lindhardter, der gestern im Rahmen der mittlerweile neunten Auflage des Sportevents für das Jedermann- Team des Vereins Aktivsport Saxonia die fünf Kilometer lange Laufstrecke bestritt, muss es wissen.

Denn am vergangenen Wochenende finishte er auf dem Eiland im pazifischen Ozean in der Top-Zeit von zehn Stunden und 41 Minuten. „Der entscheidende Unterschied ist, dass man sich beim Ironman die Kräfte einteilen kann, während man auf der Kurzstrecke von Anfang an Vollgas geben muss.“ Während sich Stundzig und seine beiden Mannschaftskameraden bereits in der Regenerationsphase befanden, griff Grimmas Bürgermeister Matthias Berger auf seiner letzten Laufrunde noch einmal zu einem  von den Mitgliedern des Grimmaer Judovereins in der Marktgasse dargebotenen Wasserbecher. Das Stadtoberhaupt hatte in diesem Jahr wohlweislich seinem neuen Kollegen, Kämmerer Bastian Gerth, die Schwimmstrecke überlassen, nachdem er vor einigen Jahren unliebsame Begegnung mit der Strömung des Grimmaer Hausflusses g emacht hatte.

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Grimma. Die Frage, welcher Wettkampf der anstrengendere sei – der weltberühmte Ironman auf Hawaii oder der Teamtriathlon innerhalb des Muldental-Triathlons – sie scheint rein theoretischer Natur zu sein.

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Den Mutzschener Ortsvorsteher Carsten Graf hatte er für den Rad-Part gewinnen können. „Als ich angesprochen wurde, ob ich Radfahren könnte, habe ich wahrscheinlich die falsche Antwort gegeben“, so der Naunhofer Bürgermeisterkandidat augenzwinkernd, der sich (aus Gründen der Abschreckung) in ein deutsches Zeitfahrmeister-Trikot gewandet hatte. „Ich habe aber die Herausforderung angenommen und drei Wochen lang im Vorfeld mit freundlicher technischer Unterstützung der Radsportgemeinschaft Muldental intensiv trainiert“, so Graf, der in jungen Jahren aktiver Leichtathlet war. Wenig später fuhr er glattweg eine Runde zu viel und bescherte damit seinem Team ungewollt den letzten Platz. Deutlich höher als für das Grimmaer Rathausteam hingen gestern die Trauben für die Schleswig-Holsteinische Triathlon- Union, die mit Lars Priester den Deutschen Meister in der Kategorie männliche Jugend A stellte. „Ich hatte zuvor schon in Halle und im Graichgau gewonnen, war aber vor dem Wettkampf extrem nervös“, so der 16-Jährige. „Als ich aber vom Rad stieg, wusste ich, dass heute etwas gehen könnte.“ Neben der männlichen Jugend A ermittelten gestern zudem die deutschen Junioren in Grimma ihre Meister, zudem standen neben dem mt3- Team-Triathlon der enviaMlight- Triathlon für Einzelstarter sowie Wettkämpfe der zweiten Bundesliga der Männer wie der Frauen auf dem Programm. Bereits am Nachmittag und Abend des Freitags hatten die deutschen Juniorinnen, die weibliche Jugend A und B sowie die männliche Jugend B ihre Meister ermittelt, außerdem legten die Damen und Herren der 2. Bundesliga im Rahmen eines Rad- und Laufwettbewerbes ihre Startabstände für den eigentlichen Wettkampf am Sonnabend fest.

Insbesondere dieses so genannte Jagdrennen, das im deutschen Triathlonsport ein Novum darstellt, ist bei den Beteiligten laut Muldental-Triathlon- Gesamtleiter Peter Bischoff sehr gut angekommen. „Abgesehen von den technischen Problemen aufgrund des starken Regens am Sonnabendnachmittag haben wir durch die Bank weg vernommen, dass Grimma ein toller Gastgeber gewesen sei.“

Roger Dietze

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