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Threnaer Dorfklub macht ordentlich Dampf

Threnaer Dorfklub macht ordentlich Dampf

Wenn am Sonnabend sieben Fußballteams um den Pokal des Belgershainer Bürgermeisters kämpfen, dann haben sie das dem Dorfklub Threna zu verdanken. Die muntere Truppe aus rund 50 Leuten richtet den Wettkampf schon zum 23. Mal aus.

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Siegertrophäen: Klaus Ulbricht mit den drei Pokalen, die am Sonnabend vergeben werden. Über viele Zuschauer beim Wettkampf würde er sich freuen.

Quelle: Andreas Röse

Belgershain/Threna. Frauen und Männer aus allen drei Ortsteilen der Gemeinde finden in dem Verein nicht nur Abwechslung im Alltag, sie halten sich auch fit bis ins hohe Alter.

Die Herren widmen sich dem Fußball. Dienstags trainieren sie, im Winter in der Sporthalle Belgershain, über den Sommer auf dem Sportplatz Threna. Rund 300 Spiele gegen Alte-Herren-Teams der Region haben sie in den vergangenen 20 Jahren absolviert. Klar, dass sie übermorgen mit zwei Mannschaften auch dabei sind.

Ob Alteingesessene oder Zuzügler, im Dorfklub finden alle zusammen, die das wollen. "Allerdings ist es nicht einfach, neue Leute zu gewinnen", bedauert der Vorsitzende, Klaus Ulbricht. Weitere interessierte Einwohner wären ihm jederzeit willkommen. Auch Frauen können dazustoßen. Sie treiben jeden Mittwoch im Vereinshaus am Sportplatz Gymnastik, im Sommer laufen sie oder fahren Rad. "Wenn ein Mitglied einen runden Geburtstag oder ein Ehejubiläum feiert, gestalten sie ein Programm mit Liedern, Sketchen und kleinen Theaterstücken", so Ulbricht. "Das ist eigentlich reif für ein größeres Publikum. Schade, dass sie nicht öffentlich auftreten."

Auf einen harten Kern kann sich der Vorsitzende jederzeit verlassen. Zwei Namen streicht er besonders heraus: Heiko Schröder und Wilfried Weber, die nicht nur den Sportplatz pflegen, sondern auch das Vereinsdomizil sauber und in Schuss halten. Genannt wird das Gebäude noch heute Maxhütte, weil in den 1970er-Jahren maßgeblich Max Schönfeld für die Aufstellung verantwortlich war. Einen alten Putenstall der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft "Vorwärts" ließ er an den Sportplatz umsetzen.

Damals agierte der Dorfclub schon eine ganze Weile. Seinen Ursprung hatte er im 1968 gegründeten Kinderfest-Komitee, dem bereits Ulbricht vorstand. "Kurz danach haben wir uns in Dorfklub umbenannt. Jedes Jahr veranstalteten wir Anfang Juni ein schönes Kinder- und Volksfest", erinnert er. "Weil das Wetter anfangs immer schön war, konnten wir einen Fond bilden, mit dem wir uns finanziell absicherten. Der Staat gab nur einen kleinen Zuschuss dazu."

Anfang der 70er-Jahre bauten sich die Mitglieder ein Clubhaus - unentgeltlich und freiwillig. Ulbrichts Frau Lore wurde die Leiterin. Ihre Nichtraucher-Discos waren weithin beliebt. "Nach der Wende wollte die Gemeinde das Gebäude abstoßen. Es wechselte mehrmals die Besitzer, 1994 übernahm es der Schützenverein", berichtet Ulbricht. "Unser Kinder- und Volksfest lief nicht mehr. So legten die Schützen ihr Schützenfest auf diesen Termin im Juni."

Der Dorfklub, der sich mit seinem Kult-Namen ins Vereinsregister eintragen ließ, konzentrierte sich auf die Maxhütte, baute mehrmals an: Dusche, Toilette, Abstellraum. Als letztes kam kürzlich ein Kaminofen dazu, den die Gemeinde zum größten Teil bezahlte. Solange er ordentlich dampft, herrscht Leben in der Bude.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.02.2014
Pfeifer, Frank

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