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Grimma Threnaer sorgen für Zirkus in Naunhof
Region Grimma Threnaer sorgen für Zirkus in Naunhof
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05:00 15.02.2010
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Naunhof

Das TKC-Motto war dieses Jahr der Zirkus, in dessen Manage mit Vereinspräsident Frank Krause ein unechter Zirkusdirektor agierte, und mit Roberto Köllner vom Zirkus Saloni ein echter.

Am Eingang verteilten Helga Diegel und Gerd Hornung Clownsmasken. „Wenn einer kommt, der so eine Fresse zieht“, meinte lachend der TKC Präsident. „Oder, wenn einer auf dem Heimweg nicht erkannt werden will.“ [gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_581]

Genau das strebten die Gäste schon im Saal an. Da machten sich viele mit einer originellen Kostümierung gern zum Clown. Kerstin Morenz zum Beispiel. „Ich bin immer eine der ersten, ich gehe aber auch zuletzt“. Ebenso der Männerchor Naunhof, der allerdings mit Jens Friedel, Steffen Täter und Mario König nur in verminderter Stärke auftrat. „Dafür haben wir unsere Frauen mit.“ Sänger Jürgen Schubert stimmte ein Klagelied an. Er könne sich noch an Zeiten erinnern, also schwer was los war beim TKC. „Aber inzwischen ist es von Jahr zu Jahr immer weniger geworden. Weil das Programm zu langatmig ist“, glaubt er einen Grund für die närrische Enthaltsamkeit zu erkennen. Immerhin blieben wieder viele Plätze leer in dem riesigen fiktiven Zirkuszelt.

Für die Sänger gehört es trotzdem dazu, den Saal füllen zu helfen. Das taten auch Besucher im Rollstuhl. Neun Leute, darunter vier Rollstuhlfahrer, waren von der Interessenvereinigung für Körperbehinderte des Muldentals. Für deren Chef Jörg Schirdewahn, der selbst im Rollstuhl sitzt und sich als „absoluter Faschingsmuffel“ outet, sei es völlig normal, an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Und das mit sichtlicher Freude.

Den besten Job im Zirkuszelt hatte Tobias Wache am Scheinwerfer. Er hatte die Akteure vor und auf der Bühne im Blick. Besonders gern rückte er die Funkengarde ins rechte Licht. Und beleuchtete so, dass mit jedem Zentimeter, den die Mädchen ihre hübschen Beine tanzend nach oben schwangen, auch die Stimmung im Saal stieg. Und Präsident Frank Krause wusste in gewohnter Manier immer noch eins oben drauf zu setzen. So auch mit einem Bier als TKC-Hausmarke namens „Parthenblärre“. Das stand so auf dem Etikett, darüber das Konterfei vom Bürgermeister Uwe Herrmann.

Roberto Köllner, der als der echte Zirkusdirektor vom Zirkus Saloni die Bühne betrat, hatte offenbar ein anderes Zielwasser getrunken. Jedenfalls ging sein Messerwerfen ohne einschneidende Zwischenfälle über die Bühne. Anders wäre es für den Verein nicht gut gewesen, denn es war ein Fernsehteam im Saal, um das närrische Volk für die Mdr-Sendung „Donnerwetter“ (4. März, 19.50 Uhr) zu filmen.

Frank Schmidt

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