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Grimma Tischler fertigt riesigen Schwibbogen für Grimmaer Weihnachtsmarkt
Region Grimma Tischler fertigt riesigen Schwibbogen für Grimmaer Weihnachtsmarkt
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16:48 16.11.2012
Sven Vogel und Christoph Werner feilen am Dach für einen über sechs Meter hohen Schwibbogen. Er schmückt den Weihnachtsmarkt in Grimma. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

„Mit 80 Händlern und Akteuren präsentiert sich der Weihnachtsmarkt so vielfältig wie noch nie", sagte Jana Kutscher, Chefin im Kulturbetrieb der Stadt.

So viel Heimlichkeit in der Vorweihnachtszeit: Tischler Christoph Werner ziert sich mächtig, wenn es um die neue Dekoration für den Grimmaer Weihnachtsmarkt geht. Werner baut gemeinsam mit seinem Kollegen, Sven Vogel, an einem gigantischen Schwibbogen. Am liebsten hätten das die beiden „Holzwürmer" noch gar nicht publik gemacht. „Weil es für Grimma eine Überraschung sein soll", meint Werner mit verschmitztem Lächeln im Gesicht. Aber selbst wenn er es gestatten wollte – das Kunsthandwerk ist erst in ganzer Schönheit zu sehen, wenn es auf dem Markt im Lichterglanz erstrahlt. „Unser Schwibbogen besteht aus drei Teilen. Sind die zusammengebaut, ist er 6,50 Meter hoch und zwölf Meter breit. Und er hat die Form des Rathausgiebels", erklärt Werner.

Das Besondere daran ist, dass der Schwibbogen begehbar sein wird. Zumindest fürs Auge wird es den Anschein haben, wenn er direkt an die Rathaustreppe angeblendet worden ist. Was aufgrund der knapp bemessenen Zeit nicht mehr realisiert werden kann, soll wenigstens optisch angedeutet werden – ein Adventskalender. Dazu werden Holztürchen in den Maßen 30 mal 45 Zentimeter von 1 bis 24 am Schwibbogen montiert. Die Rückseite, so die Idee, können nächstes Jahr Handwerker, Gewerbetreibende und Geschäftsleute für ihre Werbung mieten, die nach dem Öffnen sichtbar wird. „Der Erlös soll ausschließlich gemeinnützigen Zwecken oder Kindereinrichtungen zugutekommen", sagt Werner.

So außergewöhnlich wie die Dekoration präsentiert sich auch das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt. Wie Leischnig sagte, werden 26 Buden aufgemacht, in denen regionale und weihnachtstypische Produkte gehandelt werden sollen. Während des über zweiwöchigen Marktes werden erstmals die Anbieter wechseln. „Damit wird das Sortiment nicht langweilig", so der Marktmeister. Klein aber fein verspreche der Markt für erzgebirgische Volkskunst zu werden, den ein in Grimma ansässiger Baumarkt im historischen Rathaus abhält. Holzbildhauer aus der Region würden im Foyer zum Werkzeug greifen. „Die Besucher können verfolgen, wie unter ihren geschickten Händen Skulpturen entstehen", so Leischnig weiter.

Damit die angezündeten Lichter auch alle Herzen der Grimmaer erwärmen, setzen die Macher des Adventsspektakels auf die Beteiligung von Künstlern und Vereinen aus allen Ortsteilen der gewachsenen Stadt. „Wir haben versucht, alle Regionen zu integrieren, damit der Weihnachtsmarkt von vielen Leuten mitgetragen wird", sagte Kutscher. Trotz der Ausweitung des Weihnachtsmarktes in Grimma werde es in den eingemeindeten Orten weiterhin die traditionellen Märkte geben.

Birgit Schöppenthau

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