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Tobias Burdukat will die alte Spitzenfabrik in Grimma mit Jugendlichen beleben

Zentrum mit Werkstätten geplant Tobias Burdukat will die alte Spitzenfabrik in Grimma mit Jugendlichen beleben

Ein neues Projekt planen Jugendliche im „Dorf der Jugend“ in der Alten Spitzenfabrik am Grimmaer Muldeufer. Bereits im Sommer 2015 wurde ein alter Schiffscontainer auf dem Gelände platziert und von Jugendlichen neu gestaltet.

Der Schiffscontainer soll ab 4. Juni von den Jugendlichen als Café an der Mulde betrieben werden.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Unter dem Projekttitel „Dorf der Jugend“ wollen Jugendliche die alte Grimmaer Spitzenfabrik am Dornaer Weg 4 beleben. Die Mitwirkenden bezeichnen sich als waterkant. „Das beschreibt im übertragenen Sinne einen Strand, der nicht fix ist, sondern ständig durch neue Wellen belebt und verändert wird“ , sagt Tobias Budukat, der sich um die Nutzung der alten Spitzenfabrik seit 2014 in Grimma bemüht. Er ist Sozialarbeiter bei der Diakonie Leipziger Land und gleichzeitig Stadtrat in Grimma.

„Ich wünsche mir, dass die Spitzenfabrik, die einst im Jahr 1907 in Betrieb ging, ein selbst tragendes, energieautarkes Zentrum mit Werkstätten, Galerien, Proberäumen und vielem anderen mehr wird, in dem Jugendliche ihre eigenen Ideen entwickeln und umsetzen können“, blickt er in die Zukunft. „Denn man muss den Jugendlichen etwas bieten und sie einbinden, damit sie hier im ländlichen Raum bleiben“, sagt er. Bisher gab es zahlreiche Workshops, Flohmärkte und Arbeitseinsätze.

Im Gespräch ist er auch mit dem Bauordnungsamt des Landratsamtes, um für Teilbereiche wie Hof, des Fabrikgebäudes und das Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes eine Teilnutzungsgenehmigung zu erhalten. Doch bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun. „Wir brauchen Handwerker und Heimwerker aller Art, die ehrenamtlich Jugendliche anleiten können – vor allem Maurer, Maler, Tischler, Elektriker, Schlosser, Klempner und Trockenbau“, wirbt er. So muss die ehemaligen Produktionshalle durch eine Brandschutzmauer – 30 Meter lang, fünf Meter hoch – abgeteilt werden.

Auf der verbleibenden Hälfte könnten dann beispielsweise Konzerte stattfinden. „Denn wir brauchen solche Veranstaltungen, die Geld einspielen, um unser Vorhaben finanzieren zu können“, verdeutlicht der Sozialarbeiter. Gleichzeitig versucht er, Fördermittel für das Projekt zu erhalten. Obwohl die ehemalige Spitzenfabrik Birkigt & Co. an der Mulde liegt, sieht er keine Probleme bei Hochwasser. „Die Fabrik ist damals auf Säulenfundamenten errichtet worden, da man mit Überschwemmungen gerechnet hatte“, erklärt er.

Gegenwärtig wirken am Projekt „Dorf der Jugend“ 20 Jugendliche mit. Sie planen und arbeiten am Ausbau des alten Betriebes für jugendkulturelle Zwecke mit. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Grimma, dem Landratsamt sowie dem Denkmalschutz. So fand bereits ein Workshop mit dem Bauamt des Landkreises statt, der den Jugendlichen Einblicke in baurechtliche Angelegenheiten gab. Dafür hatte das Kinder- und Jugendhaus „Come“ In der Diakonie Leipziger Land unter der Regie von Tobias Burdukat gesorgt. Nun wollen die jungen Leute ein Café in einem Schiffscontainer zum Leben erwecken. „Wir möchten mit dem Betreiben des Containercafés Grimmaer Bürger und auch Touristen an die ehemalige Spitzenfabrik locken und damit unser Projekt vorstellen“, sagt Ulrike Läbe, die in der Initiative aktiv ist. Die Eröffnung des Cafés ist für den 4. Juni geplant.

Kontakt für Fragen und Anregungen: Tobias Burdukat, Mobil 0172 3 44 48 17 oder Ulrike Läbe, Mobil: 0176 38 70 55 34

Von Cornelia Braun

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