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Toll, toller, atoll: 600 Starter beim Muldental-Triathlon

Toll, toller, atoll: 600 Starter beim Muldental-Triathlon

Das gibt es deutschlandweit nur in Grimma: Beim Finale der 2. Triathlon-Bundesliga gehen 18 Männer- und zehn Frauenteams zur Freude der Fans gleich zweimal an den Start.

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Präsentation der roten und atollfarbenen T-Shirts: Sebastian Anders, Denny Körner, Tom Amende, Robby Klaus, Mike Kühne, Tilo Krauße und Wolfgang Möller.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Im Rahmen eines Prologs fahren sie zunächst zwölf Kilometer Rad und laufen anschließend fünf Kilometer. Drei Stunden später geht der Prologsieger beim Sprinttriathlon als Erster in der Mulde "baden" und wird von der Konkurrenz gejagt: "Wir verfahren nach der aus dem Wintersport bekannten Gundersen-Methode. Bekanntlich gehen die Nordisch Kombinierten der Resultate beim Skispringen entsprechend in die Loipe - genauso machen wir es auch", sagt Ausrichter Hans-Peter Bischoff von der Agentur Sports Live in Bad Köstritz.

Zum 11. Muldental-Triathlon rechnen die Veranstalter am 12. Juli mit 600 Teilnehmern. Etwa die Hälfte davon sind sogenannte Jedermänner, die entweder als Einzelstarter oder im Team ins Rennen gehen. Klasse versprechen auch die Triathleten aus der ostdeutschen Regionalliga, neun Frauen-, elf Männer- und neun Masterteams. Gerade beim Saison-Ausklang der 2. Bundesliga sei Spannung garantiert, so Bischoff: "In Grimma wird sich entscheiden, wer in die Erste Liga aufsteigt. Bei den Damen liefern sich Buschhütten und Witten, bei den Herren Buschhütten und Bonn ein Kopf-an-Kopf-Rennen."

Unter den 230 ehrenamtlichen Helfern aus 15 Vereinen und acht Feuerwehren sind auch die beiden Hohnstädter Kameraden Tilo Krauße und Denny Körner. Sie werden mit ihren sechs Kollegen am Wettkampftag zwei Kreuzungen absichern. Gestern bekamen sie aus den Händen von Sponsor Mike Kühne, Geschäftsführer der gleichnamigen Autohäuser, die roten Shirts überreicht. Ihre atollfarbenen Hemden präsentierten indes Sebastian Anders, Tom Amende und Robby Klaus von der Firma Kühne, die bei den Jedermännern an den Start gehen werden. Veranstalter Bischoff: "Die Autohäuser Kühne sind bereits seit Jahren treue Unterstützer unseres Triathlons. Nicht genug damit, dass sie in Spitzenzeiten mit zehn Teams dabei waren und in diesem Jahr 830 bedruckte T-Shirts spendieren, stellen sie bei Bedarf auch Einsatzfahrzeuge zur Verfügung." Wolfgang Möller von der Stadtverwaltung Grimma kann sich noch gut an die Talfahrt auf der Leipziger Straße erinnern: "Da saß ich in dem Führungsauto. Gut, dass der Mercedes eine ordentliche Beschleunigung hat. Denn die Radfahrer jagten vielleicht mit 80 Sachen den Berg hinunter. Gerade noch so konnten wir vor Subway die Kurve kratzen." Was viele nicht wüssten, so Geschäftsführer Kühne: "Unsere Firma ist seit 36 Jahren Partner der Mercedes Benz AG. Als einziger Betrieb in der DDR war unser Standort in Bad Düben für die Wartung ihrer Nutzfahrzeuge, etwa der Laster von Deutrans, zuständig."

Roman Knoblauch und Jarno Wittig werden auch diesmal als sachkundige Moderatoren auftreten. Sie freuen sich, dass die Hängebrücke nach der Generalsanierung wieder als "Zuschauertribüne" genutzt werden kann. Nicht zuletzt auch durch das Engagement der beiden Ur-Gesteine konnte sich Grimma in der Triathlon-Szene bereits einen Namen machen. Immerhin, die Perle des Muldentals richtete mehrfach Deutsche Meisterschaften aus.

Früh übt sich, was ein Meister werden will: Vor wenigen Tagen ermittelten in Grimmas Stadion der Freundschaft beim enviaM-Kidscup 325 Mädchen und Jungen ihre Sieger. Bei den Grundschulen gewann Bennewitz, bei den Kindergärten die Grimmaer Kita Sprungbrett. Und auch bei diesem Vorläufer des Triathlons gehen die Grimmaer Veranstalter neue Wege: So durfte bei der Sechsmal-200-Meter-Staffel jede Kindereinrichtung zusätzlich auch Muttis, Vatis, Omas und Opas aufbieten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2015
Von Haig Latchinian

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