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Grimma Ton-Tagebau bei Hohnstädt will sich erweitern
Region Grimma Ton-Tagebau bei Hohnstädt will sich erweitern
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05:00 13.01.2012
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. Im Anhörungsverfahren stimmt die Stadt Grimma einer Ergänzung des Rahmenbetriebsplanes zu. Demnach will das Unternehmen in den kommenden 39 Jahren ein etwa acht Hektar großes Abbaufeld erschließen.

Das soll unmittelbar an die aus Richtung Trebsen vor Grimma von der B 107 abzweigende Straße in Richtung Bahren heranreichen und sich bis auf etwa 100 Meter der B 107 nähern. Knapp vier Hektar Wald und 4,4 Hektar Ackerland werden in Anspruch genommen. Die vorhandene Halde soll nicht weiter wachsen. Der Abraum aus dem neuen Abbaufeld wird ins jetzige Tagebauloch verfüllt. Während des Abbaus soll ein zwei Meter hoher Wall den Tagebau umgeben.

Wann die Erschließung des neuen Abbaufeldes beginnt, ist noch offen. Ingrid Seiler, Geschäftsführerin der Kaolin- und Tonwerke, spricht von „vier bis fünf Jahren, wenn sich das Produkt gut verkauft", sonst könnten die Vorräte im jetzigen Abbaufeld auch noch länger reichen. 2011 sei ein gutes Jahr gewesen, in Hohnstädt wurden 45 000 Tonnen gefördert. In normalen Jahren seien es um die 30 000 Tonnen, sagt die Geschäftsführerin. Die Entwicklung in den nächsten vierzig Jahren könne man ohnehin nicht genau vorhersagen. Das Unternehmen besitze in Hohnstädt rund 100 Hektar Bergwerkseigentum. Zurzeit würden nur gut acht Hektar genutzt.

Die Zustimmung der Stadt, die der technische Ausschuss nur knapp bestätigte, geht einher mit der Forderung, abgebautes Gelände zu renaturieren. Im Ausschuss wurden zudem die teils durch Bergwerksgelände verlaufenden Straßen und Wege in Richtung Trebsen angesprochen, die zwar nicht für Durchgangsverkehr, wohl aber für Radfahrer und Ausflügler von Bedeutung sind. Laut Tiefbauamtsleiter Dirk Hahmann hatte das Unternehmen schon bei einem früheren Vorstoß der Stadt abgelehnt, sich an der Beseitigung der Schäden durch den Schwerverkehr zu beteiligen.

Diskutiert wurde auch über die Eingriffe in die Natur, speziell das Abholzen des Waldes. „wir machen den grünen ring von Grimma zunichte", kommentierte Stadtrat Wolfgang Bludau. Laut Jochen Lischke vom Stadtentwicklungsamt seien Ersatzpflanzungen vorgesehen. Allerdings nicht im Bereich der Stadt Grimma, weil Grimma keine Flächen der entsprechenden Größe habe anbieten können.

André Neumann

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