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Torsten Huth schießt Nerchau in Glückseeligkeit

Torsten Huth schießt Nerchau in Glückseeligkeit

Zu keiner Sekunde der 120 Spielminuten, exklusive des Elfmeterschießens, fehlte die Spannung in einem denkwürdigen Pokalendspiel, in dem sich die Fußballherren des Nerchauer SV gegen die des Otterwischer SV letztlich verdient mit 5:4 Toren nach Elfmeterschießen durchsetzten.

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Nerchauer SV ­ spielte gegen den Otterwischer SV. Nach 90 Minuten und Elfmeterschießen stand es 5:4

Quelle: Wilko Finke

Nerchau. Den entscheidenden Elfer im Endspiel des "Wernesgrüner" Pokalwettbewerbs der Herren schoss Torsten Huth, der seine Nerchauer, die den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erzielten, in die Glückseeligkeit manövrierte. 30 Minuten dominierten der Muldentalligist, danach hatten die Platzherren das Spiel im Griff, gingen in Führung, büßten die aber ein.

Bis zur 90. Minute ging es ausgeglichen weiter. In der Verlängerung hatte zur Verwunderung vieler, Nerchaus Mannen die besseren Chancen und hätten zumindest dem Elfmeterschießen, in dem sie letztlich als Sieger hervorgingen, entgehen können. Als Torsten Huth beim Stand von 4:4 seinen Elfmeter sicher verwandelte, war die Hölle los auf Nerchaus Sportplatz, stapelten sich Spieler und Fans zu einem immer größer werden Freudenberg. Es glich einem Wunder, dass dieses Knäul sich wieder problemlos entfitzte.

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Nerchau. Zu keiner Sekunde der 120 Spielminuten, exklusive des Elfmeterschießens, fehlte die Spannung in einem denkwürdigen Pokalendspiel, in dem sich die Fußballherren des Nerchauer SV gegen die des Otterwischer SV letztlich verdient mit 5:4 Toren nach Elfmeterschießen durchsetzten.

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Huth, Nerchaus Turm in der Brandung, sorgte auch dafür, dass sich die Diskussionen nach dem Pokalfight in Grenzen hielten.

Drei Situationen, die Gesprächsstoff brachten, gab es: Der ausbleibende Pfiff, als im Otterwischer Strafraum, bei einer umkämpften Situation Jan Schönherr zu Fall kam. Ein Elfmeter für Otterwisch gepfiffen wurde, und dann sorgte der Unterlattenknaller erneut für Diskussionszündstoff.

Doch der Reihe nach: Zunächst pfiff der Ball übers Nerchaus Tor (2.), Bei Christian Liedtkes Hinterhaltschuss lenkte der NSV-Hüter den Ball gerade noch über die Latte (6.), wenig später traf Robin Marz den Pfosten, den zurückspringenden Ball knallte Ch. Liedtke drüber, kurz danach verfehlte Stephan Bäßlers 20-Meter-Schuss knapp das Ziel. Der 1:0-Führungstreffer lag in der Luft ­ fiel aber nicht. Nerchaus erste Aktion Richtung OSV-Tor war eine Freistoßeingabe (16.). Danach blieb auf der Gegenseite Bäßlers Kopfball in der Vielzahl der NSV-Abwehrbeine hängen. Schönherr deutete an, wir Nerchauer leben noch. Ein NSVer allerdings hatte Glück, dass es für eine ungestüme Revanche-Aktion nur Gelb gab (33.). Zehn Minuten vorm Halbzeitpfiff bewahrte OSV-Hüter Christoph Heinitz mit Parade sein Team vorm 0:1-Rückstand, als aber wenig später Thomas Gaitzsch ­ einer der besten auf dem Platz ­ links auf und davonging, mustergültig flankte, bedankte sich Mario Polzer per Kopfballtor. Zweifelsohne, der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Nun ließ Otterwisch, bei einem Hinterhaltschuss wäre fast noch das 1:1 gefallen ­ nach, die Hausherren wurden etwas stärker.

Strittiger Elfmeter

Nach Wiederanpfiff jagte Robert Schmidbauer den Ball drüber, Schönherr konnte auf der anderen Seite nur von drei OSV-Mannen abgedrängt werden, dann folgten zwei Großchancen der Gäste. Bäßler scheiterte beim Alleingang am NSV-Hüter, als Ch. Liedtke wenig später auch allein auf Kevin Henne zulief, wurde er von diesem zu weit abgedrängt, die Gefahr war vorbei. Danach folgte eine Phase, wo spielerisch auf beiden Seiten nicht allzuviel lief. Die Ruhe vor dem Sturm beendete Gaitzsch, als er halblinks allein auf das OSV-Tor zulief, Heinitz aber großartig hielt (60.). Wenig später kam Schönherr grenzwertig (sein Bein wurde getroffen) im OSV-Strafraum zu Fall. Der Pfiff blieb aus. Der Tenor vieler ­ vor allem Nerchauer Zuschauer: "Hätte man geben können." Schönherr ­ sehenswert wie er unter Bedrängnis sich mehrfach behauptete ­ sorgte mit einem Schuss aus der Drehung (knapp vorbei) weiter für Gefahr. Das nun in der Luft liegende 2:0 fiel nicht, dafür das 1:1.

Erneut gingen die Meinungen weit auseinander, als Torsten Huth per Sliding Tackling, Christian Liedtke vom Ball trennte. Unstrittig ist, dass er den Ball traf, dann aber auch die Füße des OSV-Angreifers. Bäßler ­ Spezialist für ruhende Bälle ­ verwandelte sicher. Da ahnte er noch nicht, was noch kommen wird. R. Schmidbauer drüber (81.), Freistoß Schönherr, Gaitzschs Dribbling, alles brachte nichts. Zwei Mal 15 Minuten Verlängerung folgten.

Nur keinen Fehler machen, lautete die Devise beider Teams. Gaitzsch dazu:

"Unser Ziel war es eigentlich nur, uns ins Elfmeterschießen zu retten", und er ergänzte noch, "das wir gegen die höherklassigen Otterwischer noch klare Chancen erspielen konnten, darüber wunderte ich mich schon." Er war es der Heinitz zu einer Glanzparade zwang (96.) und dann für Schönherr auflegte (volley knapp vorbei/107.). Die einzigste OSV-Chance der Verlängerung datierte aus der 110. Minute ­ Fernschuss knapp daneben. Dann folgte der dritte Aufreger des Spieles. Schönherr zog mit Brachialgewalt ab, der Ball donnerte an die Unterlatte, schlug binnen weniger Hundertstelsekunden vor oder hinter der Torliene auf. Linienrichter Steve Hantschmann hob die Fahne nicht. Hinter ihm postierte, vor allem neutrale Zuschauer meinten, "das ging alles so schnell, so schnell konnte man gar nicht gucken." Vor allem die Ältern der Zuschauer erinnerten sich an Wembley 1966, wo durch so eine Situation das Weltmeisterschaftsendspiel England gegen Deutschland entschieden wurde. Gaitzschs Lattenschuss (119.) kurz vor Ende war die letzte Aktion vorm Schlusspfiff und dem anschließendem Elfmeterschießen (siehe Leiste nebenan), in dem Mannen der Tat geboren wurden und es tragische Helden gab.

Manfred Reibestein, Vereinschef des Nerchauer SV freute sich und meinte: "Ich war im Laufe der Saison zu fast allen Heimspielen zugegen. Wir spielten in der Meisterschaft lange vorne mit, mussten aber im Endkampf abreißen lassen, umso mehr freue ich mich, dass der Pokalsieg heraussprang." Nerchaus Trainer Tobias Ristau analysierte Sekunden nach dem Spiel: "Wenn Otterwisch 2:0 oder gar 3:0 in Führung gegangen wäre, hätten wir uns nicht beschweren brauchen. Aber dann fanden wir ins Spiel, hatten am Ende sogar die klareren Chancen. Elfmeterschießen ist Glückssache, das hat mit Erfahrung nichts zu tun, ich denke aber, wir sind verdienter Pokalsieger." Otterwischs Coach Jens Altmann: "Wir begannen so stark, ließen aber nach." Schiedsrichterbeobachter Horst Kahl, neutraler Zuschauer des Pokalfights,

meinte: "Nerchau war spielerisch besser, hatte mehr Chancen, gewann verdient. Der Elfmeter war ein klarer, beim Unterlattenknaller möchte ich behaupten, dass keiner die Hand ins Feuer legen kann, ob der Ball drin oder nicht drin war. Das ging alles blitzplatz.

Wilko Finke

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