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Grimma Traurige Gewissheit: Toter aus der Mulde ist der vermisste Christian M. aus Leisnig
Region Grimma Traurige Gewissheit: Toter aus der Mulde ist der vermisste Christian M. aus Leisnig
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20:09 07.02.2019
Bei dem Toten aus der Mulde handelt es sich um Christian Morgenstern. Quelle: Frank Schmidt
Leisnig

Seit Donnerstagnachmittag ist es traurige Gewissheit: Der am Mittwoch in der Mulde bei Großbothen (Landkreis Leipzig) gefundene Tote ist der seit gut einem Monat vermisste Christian Morgenstern (20) aus Leisnig. Das habe eine DNA-Analyse zur Klärung der Identität zweifelsfrei bestätigt, teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit.

Aus dem vorläufigen Gutachten der Rechtsmediziner gehe hervor, dass es keine Annahme für eine Straftat gebe, hieß es weiter. Vielmehr spreche derzeit „nichts gegen ein suizidales Geschehen“, erklärten die Ermittler. Weitere Auskünfte seien aufgrund des gegenwärtig gesicherten Erkenntnisstandes und im Hinblick auf die Hinterbliebenen nicht möglich.

Nach mehr als einem Monat intensiver Suche mit Tauchern sowie mit speziellen Hunden wird am 6. Februar aus der Mulde bei Kössern ein männlicher Leichnam geborgen. Es sind die sterblichen Überreste von Christian Morgenstern.

Taucher bargen Leiche aus der Mulde

Die sterblichen Überreste des jungen Mannes waren am Mittwoch in der Mulde zwischen Kössern und Großbothen gefunden worden. Im stark bewachsenen Uferbereich bargen Taucher der Bereitschaftspolizei den Leichnam. Die anschließende Obduktion in der Rechtsmedizin in Chemnitz hatte zuvorderst zum Ziel, die Todesursache festzustellen. Davon abhängig war auch die Entscheidung, ob ein Ermittlungsverfahren etwa wegen des Verdachts auf eine Straftat eröffnet werde, hieß es.

Laut Aussage des Leisniger Bürgermeisters Tobias Goth, sei das vorgelegte Ergebnis der Obduktion noch vorläufig. Rund zwei Wochen dauere es bis das endgültige vorliegt, teilte Goth bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend mit.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hatte während der Vermisstensuche von Ermittlungen im Rahmen einer Straftat abgesehen. Sie sah dafür keine hinreichenden Indizien. Dennoch ermittelten die Polizeibeamten vom Dezernat 1 der Polizeidirektion Chemnitz. Dort ist unter anderem die Mordkommission angesiedelt.

Christian M. seit dem Neujahrsmorgen verschwunden

Der 20-jährige Christian war am Neujahrsmorgen nach dem Besuch einer privaten Silvesterfeier zwar noch einmal heimgekehrt, hatte das elterliche Grundstück jedoch kurz darauf wieder verlassen. Seitdem fehlte von ihm jede Spur. Persönliche Gegenstände von ihm wurden auf der Fischendorfer Fußgängerbrücke in Leisnig gefunden.

Die Polizei hatte anschließend mit einem Hubschrauber, einem Fährtenhund und Polizeitauchern wochenlang nach dem jungen Mann gesucht. In der Region wurden Flugblätter mit einem Foto verbreitet. Auch in der MDR-Sendung „Kripo live“ war über den Fall berichtet worden. Die Hinweise aus dem gesamten Bundesgebiet erbrachten jedoch keine heiße Spur.

Hinweis: In der Regel verzichten wir bei Suizidfällen auf eine Berichterstattung. Aufgrund der großen öffentlichen Aufmerksamkeit und der umfangreichen polizeilichen Ermittlungen in dem Vermisstenfall haben wir uns in diesem Fall anders entschieden. Sollten Sie von Suizidgedanken betroffen sein, können Sie sich an die Telefonseelsorge in Deutschland unter den Nummern (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222 oder im akuten Fall an einen Notarzt wenden.

Vermisster Christian Morgenstern

Die Polizei hat die Suche nach dem vermissten Christian Morgenstern intensiviert.

Die Polizei untersucht, ob es Paralleln zu einem anderen Vermisstenfall gibt.

Zeigt neues Überwachungsvideo verschwundenen Leisniger?

Von Steffi Robak

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