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Grimma Totes Reh ohne Kopf liegt bei Döben und verschwindet
Region Grimma Totes Reh ohne Kopf liegt bei Döben und verschwindet
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05:00 25.03.2011
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. Wieder wurde dabei einem Reh der Kopf abgetrennt.

Allerdings hat der jüngste Fall eine Besonderheit: Kurz nach seiner Entdeckung war das tote Tier verschwunden.

„Das ist jetzt schon ein bisschen gruselig", sagt Bastian Rüdiger aus der Kfz-Werkstatt Ehrlich in Neunitz. Denn auch er hat natürlich von den bisherige Fällen toter Tiere mit abgetrennten Köpfen gehört und gelesen. Gestern morgen, als er auf dem Weg zur Arbeit wie immer die Kohlenstraße hinauf nach Döben fuhr, sah er etwa 15 bis zwanzig Meter vom Straßenrand ein totes Tier ohne Kopf auf dem Feld liegen. Weil er weiß, dass der Vater seines Chefs Jäger ist, fuhr er gleich weiter und sagte Bescheid. Jäger Heinz Ehrlich, der Revierverantwortliche für den Jagdbogen Döben in der Jagdgenossenschaft Döben-Höfgen fuhr raus, fand tatsächlich ein Reh ohne Kopf und rief gleich seinen Jagd-Kollegen Karl Köditz an. Auch er sollte sich das Tier anschauen. Schon zu der Zeit fassten beide den Entschluss, den Kadaver, bevor sie ihn entsorgen, eine Nacht liegen zu lassen und am Abend und am nächsten Morgen zu beobachten, wer sich ihm eventuell nähert.

Doch daraus wurde nichts: Als Karl Köditz etwa eine Stunde später am Fundort eintraf, lag dort kein Tier mehr. Nur die Spuren des Kampfes waren zu sehen, Haare von einem Reh und Blut – aber so wie schon in den früheren Fällen keine verwertbaren Spuren. Bis auf eine Schleifspur, die an der nahen Straße endete.

Zunächst weiß Köditz, dem die Sache auch wegen der schon bekannten Fälle „unheimlich" vorkommt, die Situation nicht zu deuten. Eigentlich, sagt er, hätte man in dem noch weichen Boden Spuren sehen müssen. Weil ihm die Sache keine Ruhe lässt, fährt er später noch einmal raus, sucht ein wenig die Umgebung ab und ist sich dann sicher: „Jemand hat das tote Tier zur Straße gezogen und aufgeladen". Und damit sei das vorsätzliche Wilddieberei, wobei es sich, das bestätigt auch das Landratsamt, um eine Straftat handelt.

Die Frage, wie das Reh gestorben ist, beantwortet diese Feststellung nicht. Darauf kann sich auch Karl Köditz, der seit zehn Jahren jagt, keinen Reim machen. Fälle wie diese habe er noch nie erlebt.

André Neumann

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