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Grimma Traditionen im Göschengarten
Region Grimma Traditionen im Göschengarten
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05:00 18.05.2010
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Muldentaler, die in den kommenden Jahren im Wonnemonat eine Familienfeier planen sollten, sind gut beraten, sich am jeweiligen Termin des Museumsfestes im Göschenhaus zu orientieren. „Wir erneuern jährlich unseren Vertrag mit dem Wettergott, und bislang wurde er immer eingehalten", freute sich Museumsleiterin Annett Höhne am vergangenen Sonntag darüber, dass der Frühsommer gerade noch rechtzeitig zur neunten Auflage der Open Air-Veranstaltung die Kurve bekommen hatte.

Nicht zuletzt auch in gewisser Weise als Lohn für die Arbeit des Museums-Teams, das einmal mehr jede Menge Vertreter alter Handwerkskünste in den Göschenhaus-Garten eingeladen hatte und die in rekordverdächtiger Zahl erschienenen Besucher mit Kaffee und reichlich Kuchen bewirtete. So präsentierte sich neben einem Handschuhmacher, einem Seilermeister sowie einem Scherenschnitt-Künstler auch Rita Reißmann mit ihrem Spinnrad inmitten des saftigen Grüns im Göschenhaus-Garten. „Ich bin zum ersten Mal dabei und finde die Angebote ebenso wie die interessierten Besucher ganz toll", schwärmte die Leisnigerin.

Ihr Kommen nicht bereut hatte auch Machallat Grimme, die im Göschenhaus-Garten insbesondere für die kleinen Besucher Filzbasteleien im Angebot hatte. „Ich bin angerufen worden, ob ich nicht dabei sein möchte, und habe meine Zusage nicht bereut", so die Kunsthandwerkerin aus Saultitz bei Nossen, wo am 3. Oktober ein Kunst- und Handwerkermarkt stattfinden wird. „Die Leute nehmen die Angebote gut an und sind teilweise auch schon vorinformiert."

Vorinformiert bezüglich der abgeschlossenen Sanierung des Garten-Pavillons dürfte auch der Großteil der Museumsfest-Besucher gewesen sein. Allein es kam umsonst, wer der ursprünglich für Sonntag geplanten offiziellen Einweihung des mit Spenden und städtischen Mitteln wieder hergestellten architektonischen Kleinodes beizuwohnen gedachte. „Der Denkmalschutz hat das Gebäude leider nicht rechtzeitig abnehmen können", erläutert Annett Höhne, die vermutet, dass das schöne Wetter nach den wolkenverhangenen kalten Tagen zuvor für einen Besucherrekord gesorgt haben könnte. „Ich denke, dass wir die 1000-er Marke geknackt haben", so die Museums-Chefin.

Eine von diesen 1000 war Dorothea Julich, die sich als regelmäßige Museumsfest-Besucherin outete. „Es gibt nicht so viele Gelegenheiten, kennen zu lernen, was in der Umgebung an traditionellem Handwerk geboten wird", begründete sie ihr regelmäßiges Erscheinen. Gut möglich, dass sie wie viele andere Museumsfestbesucher auch Friedrich Schiller beigepflichtet hatte. Von diesem nämlich ist überliefert, dass er sich über ein von Henriette Göschen ausgerichtetes Fest im heutigen Göschenhaus-Garten in der Form geäußert haben soll, dass es einer der schönsten Tage in seinem Leben gewesen sein soll.

Roger Dietze

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