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Grimma Trägerwechsel bei Naunhofer Gymnasium denkbar
Region Grimma Trägerwechsel bei Naunhofer Gymnasium denkbar
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13:58 19.05.2015
Projektzeichnung für den zweiten Bauabschnitt: Nach den Vorstellungen der Partheland-Campus-Stiftung soll auf dem jetzigen Schulhof des Gymnasiums dieses Gebäude entstehen, um weitere Klassenstufen aufnehmen zu können. Quelle: S.ai GmbH

Außerdem wolle sie finanziell und organisatorisch den dringend benötigten zweiten Bauabschnitt der Bildungsstätte stemmen.

Die Stiftung ist nach eigenen Angaben alleiniger Gesellschafter der Partheland Campus gemeinnützige GmbH. Und diese Gesellschaft soll das Gebäude bauen oder bauen lassen, das notwendig ist, um weitere Klassenstufen des erst jungen Gymnasiums aufnehmen zu können. "Dazu soll die notwendige Fläche von der Stadt Naunhof gekauft oder, wie bereits von Bürgermeister Volker Zocher selbst vorgeschlagen, auf der Grundlage eines Erbpachtvertrages übernommen werden", teilte der Pressesprecher der Stiftung, Hans-Dieter Ulm, mit. Die Finanzierung der Baumaßnahme selbst werde durch Darlehen, Fördermittel und/oder einen Investor erfolgen. Einen Fördermittelantrag habe bereits der jetzige Schulträger, die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, gestellt.

"Uns ist bewusst, dass zur Realisierung des Vorhabens noch eine ganze Reihe von Fragen zu klären sind", ließ der Stiftungsvorsitzende Joachim Burchert wissen. Einvernehmlich mit Bürgermeister und Stadtrat sollen nach seinen Worten für alle offenen Fragen die besten Lösungen gefunden werden.

Die Stiftung nimmt Zocher beim Wort, der vor geraumer Zeit geäußert hatte, für den Fall, dass die Stadt bei der Finanzierung des zweiten Bauabschnitts herausgehalten wird, mit der schnellen Erstellung eines Bebauungsplans behilflich sein zu wollen. Die Stadt müsse jetzt zügig Baurecht herstellen, forderte Ulm, der auf weitere Zusagen der Kommune hofft: "Dazu gehören beispielsweise die langfristige Absicherung des Sportunterrichts und der Mittagessenversorgung in der Parthelandhalle."

Schon jetzt sei absehbar, dass sich der Bau nicht binnen eines Jahres realisieren lasse. Es werde also eine Übergangslösung für zwei Schulklassen ab dem kommenden Schuljahr 2015/'16 geben müssen. Wie diese genau aussieht, teilte Ulm zwar nicht mit. Nur soviel: Es liege bereits ein tragfähiger und naheliegender Lösungsvorschlag parat.

Wenn der zweite Bauabschnitt steht, soll er vom Träger des Freien Gymnasiums genutzt werden. Wer das dann sein wird, dahinter steht nunmehr ein Fragezeichen. Denn nach Ulms Aussage ist die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH "vor einiger Zeit mit dem Vorschlag an uns herangetreten, uns die Schulträgerschaft übergeben zu wollen." Das Gymnasium sei aus Sicht der Stiftung inzwischen stark genug, um langfristig auf stabilen eigenen Beinen stehen zu können. Der Schritt in Richtung Naunhof entspräche dem Stiftungszweck und würde eine künftige Fremdbestimmung verhindern.

Auf der Grundlage des Vorschlages des bisherigen Trägers seien Gespräche geführt worden, und seit Anfang der Woche liege ein erstes Verhandlungsergebnis vor, das der Stadt vorgestellt werden solle. Die Partheland Campus Stiftung weist jedoch darauf hin, dass der nun mögliche Wechsel der Schulträgerschaft nach Naunhof zum Schuljahresbeginn 2015/'16 noch unter einer Reihe von Vorbehalten stehe. Voraussetzung dafür sei unter anderem die Zustimmung der Stadt Naunhof und der Stiftungsgremien als auch die solide Finanzierung des Übergangs. Ulm: "Sollten diese Voraussetzungen nicht bis zum Jahresende erfüllt sein, kommt der Schulträgerwechsel nicht zum Tragen."

Errichtung eines zweiten Gebäudes und Trägerwechsel sind nicht alles, was sich die Stiftung für die Zukunft wünscht. Sie kann sich jetzt sogar vorstellen, das bisher bestehende erste Haus neben der Parthelandhalle "perspektivisch zu erwerben", wenn dies die Stadt wünsche. Alternative wäre ein langfristiger Mietvertrag. Zurzeit bringt die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH eine Miete auf, die rückwirkend auf Drängen der Stadt erhöht wurde, aber laut dem Vertragspartner, der Naunhofer Wohnbau GmbH, noch nicht kostendeckend ist.

In einer ersten Reaktion begrüßte Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) die Initiative der Partheland-Campus-Stiftung. "Ich habe heute ein Schreiben von ihr erhalten, in dem konkrete Vorschläge unterbreitet wurden, über die ich aber nicht als Einzelner bestimmen kann", sagte er. Deshalb habe er den Brief an alle Stadträte weitergeschickt. In deren Entscheidungshoheit würden viele Punkte liegen. "Wenn sie zum Beispiel sagen, sie hätten kein Problem mit der schnellen Erstellung eines Bebauungsplanes, dann kann das nächste Woche losgehen", sagte Zocher. Am 7. Oktober, wenn er mit den Stadträten und der Geschäftsführerin des jetzigen Gymnasiumsträgers zusammensitzt, möchte er von den Abgeordneten wissen, wie sie zu den Vorschlägen stehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.10.2014
Pfeifer, Frank

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