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Grimma Travestieshow begeistert in der Muldentalhalle
Region Grimma Travestieshow begeistert in der Muldentalhalle
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19:22 08.05.2011
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. Ein Ensemble aus fünf Darstellern beider Geschlechter und mit hohen Hacken eroberte parodierend, singend und tanzend die an sich schlichte Bühne. Denn Hingucker des Entertainments waren viel mehr die Protagonisten in ihren bunten und schrillen Kostümen – sie beherrschten die Faszination der Verwandlung.

„Ich schaue mir diese Show schon das dritte Mal an", sagte Heike Streubel. „Weil es ein ganz besonderes Feeling ist, wenn die Travestie-Darsteller auf der Bühne sind. Die kommen raus und sofort ist Stimmung im Saal." Wovon Heike unbedingt ihrer Kollegin Jacqueline Chowaniec erzählten musste, die nun auch mit von der Partie war. Mundpropaganda ist eben alles. Ute Klauß konnte das nur bestätigen – und schon waren die drei Frauen ein Team.

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Grimma. Schmollmund, hoch toupierte Haare und sehr enge Kleider – durch die Muldentalhalle in Grimma fegte ein „Zauber der Travestie". Ein Ensemble aus fünf Darstellern beider Geschlechter und mit hohen Hacken eroberte parodierend, singend und tanzend die an sich schlichte Bühne. Denn Hingucker des Entertainments waren viel mehr die Protagonisten in ihren bunten und schrillen Kostümen – sie beherrschten die Faszination der Verwandlung.

Doch sie bekamen nicht nur etwas fürs Auge. Zwischen Musik und Tanz hatte nicht nur Marcel – „gute Freunde dürfen mich auch Marcella nennen", sagte sie – einen derben Witz nach dem anderen auf Lager. Fips Asmussen in seiner verdorbensten Sturm- und Drangzeit war dagegen ein Waisenknabe. Amüsement vom Feinsten bot auch Ronny. Einer aus dem Publikum, der einsprang, weil die „Tante aus Alicante" auf der Bühne von einem anderen Mann in den vorderen Reihen einen Korb bekam. Ronny war wirklich eine gute Wahl – sowohl für die Tante aus Alicante als auch für die tobenden Gäste im Saal.

„Travestie ist Kunst", daran wollte Lutz-Klaus Hogen, als „Frl. Luise" auf der Bühne, keinen Zweifel aufkommen lassen. Und zu dieser Kunst gehöre eben auch, dass die Darsteller über sich lachen lassen – ohne aber ausgelacht zu werden. Mann beziehungsweise Frau will ernst genommen sein. Das gelte ebenso für die zum größten Teil live gesungenen Texte wie für Parodien im Playback, wie etwa die Lady Gaga in 40 Jahren.

„Respekt, da gehört eine gehörige Portion Mut dazu, so eine Bühnenshow abzuziehen", meinte Fred Krumbach in der Pause. Allerdings räumte er ein, sich nicht mit so einem „Paradiesvogel", wie er die Künstler „keineswegs abwertend" nannte, in der Pause fotografieren lassen zu wollen. Dazu waren Beate Schulze und Henriette Ahner eher bereit. „Warum nicht, die Gelegenheit kommt nicht gleich wieder", meinten sie und konnten sogar ihre Männer dazu überreden.

 

ab.

Frank Schmidt

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