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Grimma Trebsen bietet Raritäten für den Magen
Region Grimma Trebsen bietet Raritäten für den Magen
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13:18 16.12.2018
Hobby zum zweiten Beruf gemacht: Manuela Brehme mit ihren blumigen Kunstwerken. Quelle: Bert Endruszeit
Trebsen

Wer diese Chance nicht genutzt hat, muss jetzt wieder ein Jahr warten: Denn neben musikalischen Genüssen gab es auf dem Weihnachtsmarkt in Trebsen am Sonnabend auch eine ganz besondere Leckerei.

„Unsere Quarkspitzen gehen auf ein Geheimrezept meiner Schwiegertochter aus der Zittauer Gegend zurück“, verriet Ria Münch aus Leisnig, die die Spezialität gemeinsam mit Judith Beck direkt vor Ort in heißem Fett zubereitete. „Jedes Exemplar sieht anders aus, die Form entsteht schon beim Rauslöffeln des Teiges.“

Rezept für Raritäten bleibt geheim

Und so erinnert das eine Stück an einen Osterhasen, ein anderes an ein knuspriges Hähnchen. Quark, Mehl und Milch seien die entscheidenden Zutaten, die genaue Zusammensetzung bleibt geheim. „Die Quarkspitzen muss man warm essen, verkauft werden sie von uns nur hier auf dem Weihnachtsmarkt sowie auf dem Altstadtfest in Leisnig.“

Leckeres und Bastelmöglichkeiten bot der städtische Weihnachtsmarkt von Trebsen am Wochenende. Dazu gab’s ein Kulturprogramm.

Gleich nebenan verkaufte die Altenbacherin Manuela Brehme selbstgefertigte Kunstwerke aus Blumen. „Ich habe mein Hobby zum zweiten Beruf gemacht“, berichtete sie. Im September vergangenen Jahres startete sie damit, seit rund drei Monaten hat sie in Altenbach einen eigenen kleinen Laden. „Mein Vorteil ist, dass ich nicht davon leben muss, im Hauptberuf bin ich Reinigungskraft. So kann ich das alles langsam angehen.“ Die floristischen Kleinode fertigt sie ganz ohne Plan. „Ich baue einfach drauflos, mir fällt immer etwas ein.“

Weihnachtsmarkt mit Basteleien

Eifrig gebastelt wurde traditionell wieder im Sitzungssaal des Rathauses. „Wir fertigen heute Teelichthalter aus Papprollen, Zimtstangen, Watte, Filz und Orangenscheiben“, sagte Peggy Merz. Jahr für Jahr seien Schülerinnen und Schüler aus der Trebsener Oberschule dafür zuständig. „Geübt haben wir nicht, wir sind einfach ins kalte Wasser gesprungen“, verriet der 15-jährige Dennis Schulze. Bastelfertigkeiten könnten nicht schaden, fand er. „Schließlich möchte ich mal Erzieher werden.“

Auch die 17-jährige Martha Kahl hat diesen Berufswunsch. „Als Kind habe ich natürlich mehr gebastelt als jetzt, aber das passt doch perfekt.“ Connor Heß testete ebenso seine Geschicklichkeit beim gemeinsamen Basteln. „Ich möchte Kfz-Mechatroniker werden, da kann eine gute Fingerfertigkeit sicher nicht schaden“, so der 15-Jährige.

Den Dreh raus hatten die kleinen Besucher ebenfalls dort, wo sonst die Trebsener Stadträte debattieren. Brigitte Nehring vom Nerchauer Jugendhaus „East-End“ hatte ein Glücksrad mitgebracht. Betreut wurde der Stand aber nur von der „großen“ Mitarbeiterin der Einrichtung. „Unser jungen Leute von sechs bis 13 Jahren sind in der Vorweihnachtszeit nur schwer zu motivieren, die sind für so einen Stand oft etwas zu schüchtern.“ An Preisen war kein Mangel. „Dafür finden wir in Kisten und Kästen immer genug Spielzeug“, so Nehring.

Bürgermeister wirbt für Glasfaser

Eröffnet wurde der Weihnachtsmarkt von Trebsens Bürgermeister Stefan Müller. Was ist sein Wunsch fürs neue Jahr? „Ich denke da an den Glasfaserausbau, für den sich 40 Prozent unserer Einwohner entscheiden müssen, damit die Arbeiten daran beginnen können.“ Derzeit hätten 34 Prozent der Einwohner einen Vorvertrag unterschrieben. „Bis 15. Januar müssen wir die 40 Prozent schaffen.“ Die Seelingstädter und Altenhainer hätten die Zielmarke schon erreicht, jetzt müssten noch die Trebsener nachziehen. „Schnelles Internet ist einfach unverzichtbar.“

Von Frank Pfeifer

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