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Trebsen bringt seinen Teil der Radroute von der Mulde zur Elbe in Schuss

Sanierung Trebsen bringt seinen Teil der Radroute von der Mulde zur Elbe in Schuss

Trebsen erhält die erhofften Fördermittel, um den Radweg zwischen Friedrich-Engels-Straße und Nerchauer Straße ausbauen zu können. Der Weg gehört zur Mulde-Elbe-Route, die vom Trebsener Markt über 45 Kilometer zur Großen Fähre in Strehla führt. Dabei verläuft sie auch durch Grimmaer Ortsteile, wo große Probleme ins Haus stehen.

Auf einem Asphaltband sollen künftig die Radler im Trebsener Ortsteil Neichen fahren können.

Quelle: dpa-Bildfunk

Trebsen/Neichen. Freudige Kunde traf jetzt im Rathaus ein. Die Stadt erhält die erhofften Fördermittel, um den Radweg zwischen Friedrich-Engels-Straße und Nerchauer Straße in Neichen ausbauen zu können. Er gehört zur Mulde-Elbe-Route, die vom Trebsener Markt über 45 Kilometer zur Großen Fähre in Strehla führt.

Bauamtsleiterin Marika Haupt hat zwar erst die mündliche Zusage für die finanziellen Beihilfen erhalten und wartet noch auf den schriftlichen Bescheid, dennoch bereitete sie sofort die Ausschreibung vor, damit sich Firmen demnächst bewerben können. „Wenn alles klappt, können wir von September bis November bauen lassen“, nennt sie den Zeitrahmen.

90 000 Euro soll die Stadt vom Freistaat erhalten, 10 000 Euro muss sie selbst zusetzen. Für das Geld wird der 386 Meter lange Schotter-Weg in Neichen, der früher zur Strecke der Schmalspurbahn nach Mügeln gehörte, mit einer 2,50 Meter breiten Asphaltschicht versehen, die links und rechts Bankette erhält. Im Moment weist er in der Mitte eine Grasnarbe auf, die das Radfahren erschwert.

„Es handelt sich um den einzigen Abschnitt der Mulde-Elbe-Route auf unserer Flur, der noch nicht in Ordnung ist“, erklärt Haupt. Ansonsten sieht sie keinen Sanierungsbedarf. Vom Markt führt die offizielle Strecke über die Brückenstraße und die Muldebrücke weiter durch die Muldenaue nach Neichen, wo sie sich auf der Richard-Hennig-Straße und der Friedrich-Engels-Straße fortsetzt und im Bereich der Kleinen Bahnhofstraße in den zu sanierenden Schotterweg abzweigt, der an der Nerchauer Straße endet. Von dort geht’s auf der Eisenbahnstraße weiter nach Nerchau.

Zum Jahresende will Trebsen also für seinen Teil die Radroute im Topzustand haben. „Sie wird schon jetzt gut genutzt. Wir hoffen, nach dem Ausbau noch besser“, sagt Marika Haupt. Allerdings hätten andere Kommunen noch weit mehr zu tun. Dort müssten ebenfalls Abschnitte saniert, manche sogar umverlegt werden.

Nach Trebsen durchläuft die Route die Grimmaer Ortsteile Nerchau, Denkwitz, Cannewitz, Wagelwitz und Mutzschen, dann Wermsdorf, Oschatz und Liebschützberg, bis sie in Strehla in den Elbe-Radweg mündet. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) hält sie strategisch für wichtiger als den Radweg von seiner Stadt nach Borna.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, so sagt er, habe ihm für beide Vorhaben eine 90-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. „Beim Mulde-Elbe-Radweg sind wir dran. Die Umsetzung ist aber schwierig, weil es viele Kollisionen mit dem Naturschutz gibt“, so Berger. Das betreffe vor allem den Abschnitt von Cannewitz nach Wagelwitz, wo die Trasse ebenfalls auf der ehemaligen Schmalspurbahn verläuft und nun aus einem Flora-Fauna-Habitat herausgegliedert werden muss. Leichter sei der Teil von Wagelwitz nach Mutzschen. „Wir gehen davon aus, die beauftragte Planung dafür in den nächsten Tagen in den Händen halten zu können“, sagt Berger.

Einen dicken Brocken hat die Stadt Oschatz zu stemmen. Nach bisherigen Kostenermittlungen wird der dortige Ausbau des Radwegs am Ende rund eine Million Euro kosten; wegen der Größe soll er in vier Abschnitte untergliedert werden. Auch dafür sagte der Freistaat eine 90-prozentige Förderung zu. Mit den ersten richtigen Arbeiten ist laut Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) im zweiten Halbjahr zu rechnen. Sein Ziel: Kommendes Jahr soll die Route durch Oschatz fertig sein.

Von Frank Pfeifer

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