Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Trebsen gibt sich eine neue Marktordnung
Region Grimma Trebsen gibt sich eine neue Marktordnung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:38 19.10.2015
Das alte Regelwerk war 2013 mit der erfolgten Sanierung des Marktplatzes abgeschafft worden. (Archivfoto) Quelle: Frank Schmidt
Anzeige
Trebsen

Auf den ersten Blick erscheint das kurios, denn bis vor kurzem verfügte die Kommune noch über ein solches Regelwerk, im Zuge der 2013 erfolgten Sanierung des Marktplatzes war es abgeschafft worden. Also raus aus den Kartoffeln und jetzt wieder rein in die Kartoffeln? Ganz so ist es nicht.

Die alte Ordnung hatte sich, so Hauptamtsleiterin Romy Sperling, auf die Wochenmärkte konzentriert. "Sie waren kein Erfolg, weshalb wir sie nicht mehr haben wollten", erinnerte sie. So habe die Marktordnung aus Sicht der Stadt keinen Sinn mehr gemacht.

Das Blatt wendete sich aber wenig später, als noch 2013 der privat organisierte Weihnachtsmarkt im Schloss wegfiel. Kurzerhand überbrückte die Trebsener Familie Schwabe die Lücke mit einem Hofadvent. Im vergangenen Jahr richtete die Stadt – nach langer Zeit – wieder einen Weihnachtsmarkt aus, ohne dass dafür ein kommunales Gesetz geschaffen worden wäre.

Als nun Trebsen am 13. Mai den 90. Geburtstag des Rathauses auf dem Markt feierte, fiel dem Landratsamt das Fehlen einer Regelung auf. Es mahnte eine Marktordnung an, die inzwischen der dafür zuständige Sachbearbeiter der Stadtverwaltung, Frank Erfurth, entworfen hat. Sie ist, wie er sagte, noch in einigen kleinen Bereichen auf Anregung der Kreisbehörde abzuändern. Die wesentlichen Punkte stünden aber fest.

Demnach befasst sich die Ordnung ausschließlich mit Veranstaltungen der Stadt, während Märkte dritter Anbieter ausgeschlossen sind. Konkret geht es um die kommunalen Weihnachtsmärkte, die am Sonnabend vor dem dritten Advent von 13 bis 20 Uhr stattfinden sollen, und um Feiern von Jubiläen.

Die jeweils dargebotenen Waren und Dienstleistungen sollen dem Charakter des Anlasses entsprechen. Sie dürfen nur vom zugewiesenen Standplatz aus offeriert werden. Für bis zu fünf Quadratmeter Stellfläche wird ein Standgeld von 20 Euro pro Tag fällig. Jeder weitere Quadratmeter kostet täglich vier Euro. Die Buden der Stadt werden mit 15 Euro je Tag berechnet. Hinzu kommen drei Euro pro Stromanschluss plus das Entgelt für die verbrauchte Energie. Starkstrom, zum Beispiel für Heizer, ist an den vier Zählsäulen des Marktplatzes nicht verfügbar, dafür muss eine Leitung ins Rathaus gezogen werden. Alle Preise, so Erfurth, entsprechen jenen, die in der alten Marktordnung gegolten hatten. Im Vergleich mit dem Umland würden sie im Durchschnitt liegen.

Die letzte Entscheidung über die Marktordnung liegt nun beim Stadtrat, wenn er am 26. Oktober zusammenkommt. Winkt er das Papier durch, kommt es schon für den Weihnachtsmarkt im Dezember zur Geltung.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Beisein von etwa 30 interessierten Vogel- und Naturfreunden wurde dieser Tage im kleinen Ort Göttwitz bei Mutzschen eine Informationstafel über die Weißstörche des Ortes eingeweiht. Renate und Dieter Brabetz – die Horstbetreuer aus Göttwitz – hatten zur Einweihung der "Göttwitzer Storchentafel" eingeladen.

16.10.2015

Die Bilder des schweren Erdbebens in Nepal, das im April circa 9000 Menschen unter sich begrub, etwa 20.000 Menschen verletzte und weit mehr obdachlos machte, sind in der öffentlichen Wahrnehmung verblasst. Nicht aber beim Verein Nepalmed in Grimma.

15.10.2015

Der Rohbau steht, durch den der Naunhofer Schulhort erweitert wird. Nachdem der Dachstuhl aufgesetzt worden ist, haben nun die Dachdecker das Sagen auf der Baustelle. "Wir wollen den Gebäudeteil so schnell wie möglich winterfest machen", sagt Bauamtsleiter Thomas Hertel.

15.10.2015
Anzeige