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Grimma Trebsen hat neuen Wehrleiter
Region Grimma Trebsen hat neuen Wehrleiter
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05:00 20.03.2010
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Trebsen

Wie berichtet, reichte Daniel Rudolph auf der Jahreshauptversammlung aus „wehrinternen Gründen“ seinen Rücktritt als Leiter ein. Er entspreche damit dem Wunsch der Kameraden, so Rudolph.

Sogar der Wahlakt als solcher wurde beinahe zum Feuerwehreinsatz. Denn die verschlossene Wahlurne mit sämtlichen ausgefüllten Stimmzetteln ließ sich nicht mehr öffnen. Hauptamtsleiterin Romy Sperling: „Unser Büromittelschrankschlüssel passt nicht.“ Zum Glück war Kamerad Lars Neuhäuser anwesend. Der gelernte Schlosser knackte die Urne ausgerechnet mit dem Schlüssel vom Wehrleiterschreibtisch. Statt aber mit einem Bierchen belobigt zu werden, musste Rettungsengel Lars selber einen Kasten spendieren. Denn er war es, dem diese Woche die Ehre zuteil wurde, das neue Mannschaftsauto aus Görlitz in die Heimat zu lenken. Auch René Faber und Stefanie Kestin mussten Runden schmeißen: Sie wurden zu Hauptfeuerwehrmann beziehungsweise Hauptfeuerwehrfrau befördert.

Bürgermeisterin Heidemarie Kolbe überreichte dem neuen Ortswehrleiter gerade einen Blumenstrauß, da klingelte doch tatsächlich sein Handy. Kein Wunder: Der 32-jährige Stefan Kroschky ist ständig im Dienst und niemals „groggy“. Als Hausmeister im Rittergut, engagierter Stadtrat und Vorsitzender des Feuerwehrvereins hat er immer ein offenes Ohr. Schon mit sieben Jahren brannte er für die Wehr. In der vom unvergessenen Hermann Schober geleiteten Arbeitsgruppe übte er sich frühzeitig an Kübelspritze, Eskaladierwand und sämtlichen Knoten. Mit 16 wechselte er zu den Großen. Als es im ehemaligen Konsum der Papierfabrik lichterloh brannte, hielt er bereits das Strahlrohr. Strohballenbrand in Wednig, Verkehrsunfall in Neichen, Hochwasser in Trebsen – längst gilt der gelernte Kfz-Mechaniker als einer der erfahrensten Kameraden in Trebsen. Dem neuen Wehrleiter komme es vor allem auf eines an: „Wir wollen wieder eine Truppe sein! Die Grüppchenbildungen müssen endlich der Vergangenheit angehören.“ Viel zu anspruchsvoll seien die aktuellen Herausforderungen. So kümmert sich Jugendwart Marcel Kießig schon jetzt um Nachwuchs. In der Grundschule betreut er eine Feuerwehr-AG. Derweil setzt sich Kamerad Maik Winkler für eine optimale Alarmierung ein. Winkler: „Die Leitstelle in Grimma hat von analog auf digital umgestellt. Anfangs gab es Probleme. Denn als die Leitstelle alarmierte, kam das bei unseren Funkmeldeempfängern zunächst nicht an. Inzwischen funktioniert’s. Woran wir noch arbeiten müssen, ist die gleichzeitige Alarmierung aller vier Ortswehren. Die Bürger können aber unbesorgt sein: Wenn’s brennt, sind wir natürlich da.“

Sieben Jahre führte Daniel Rudolph die Ortswehr mit viel Sachverstand. Auf eigenen Entschluss macht er als einfacher Kamerad weiter. Die Wahl seines Nachfolgers leitete er noch höchstpersönlich. Er wünschte Stefan viel Erfolg, sagte der Wehr auch künftig alle Unterstützung zu und fragte schließlich in unnachahmlichem Stil: „So, hat jetzt noch jemand was?“ – „Ja, Durst“, entgegnete ein frecher Kamerad und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Haig Latchinian

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