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Trebsen macht Druck: Bau des Pflegeheims soll bald starten

Trebsen macht Druck: Bau des Pflegeheims soll bald starten

Anfang September, so hofft der stellvertretende Bürgermeister Stefan Müller (CDU), kann der erste Spatenstich für das neue Seniorenpflegeheim Trebsen gesetzt werden.

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So soll das Heim aussehen: Die beiden Wohngebäude werden durch einen Querbau miteinander verbunden. Zeichnung: Internationales Bildungs- und Sozialwerk

Quelle: Privat

Trebsen. Der Stadtrat und der Technische Ausschuss änderten den Bebauungsplan in einigen geringfügigen Punkten ab, er liegt bis zum 19. August öffentlich im Rathaus aus. Während das Genehmigungsverfahren läuft, das mit einem Satzungsbeschluss im September enden soll, so Müller, könne schon mit dem Bau begonnen werden. "Wir als Stadt und der Investor bemühen uns, das Vorhaben zügig voranzubringen", sagte er.

Investor ist das Internationale Bildungs- und Sozialwerk mit Sitz in Iserlohn. Jana Berentzik, Verwaltungschefin der Zweigstelle Bennewitz, soll einmal die Leitung des Trebsener Heims übernehmen. Sie möchte noch vor dem Winter einen wetterfesten Rohbau stehen haben, als komplette Bauzeit rechnet sie mit 15 Monaten, so dass gegen Ende nächsten Jahres der Komplex fertig ist.

"Auf dem Areal zwischen Seilergasse und Friedhof sehen wir - versetzt - zwei längliche Trakte mit 68 Zimmern vor", erläutert die 40-Jährige. "Jedes davon ist rund 20 Quadratmeter groß, hat ein fünf Quadratmeter großes Bad mit Fenster sowie einen Balkon oder eine Terrasse." Die Zimmer würden voll ausgestattet. Wer möchte, könne seine Möbel aber auch mitbringen. Nur das Pflegebett sei ein Muss, um dem Personal die Arbeit zu erleichtern.

Beide Wohntrakte werden durch einen Querbau verbunden, so dass insgesamt eine S-Form entsteht. Im Quergebäude sollen Verwaltungsräume, ein Restaurant für die Bewohner, ein Friseurgeschäft, ein Snoezelen-Raum und die sogenannte Gute Stube unterkommen, in der der Soziale Dienst Beschäftigungsangebote unterbreitet und gemeinsam ferngesehen werden kann. Grünanlagen mit Hochbeeten werden das Gebäudeensemble umsäumen. "Wer aktiv sein will, kann sich bei der Pflege mit einbringen", kündigt Berentzik an.

Erste Interessenten haben sich nach ihren Worten schon vormerken lassen - egal ob sie nun gleich einziehen wollen oder erst in ein paar Jahren. "Bei uns können alle Senioren wohnen", sagt die künftige Leiterin. "Selbstzahler, Menschen, die eine der drei Pflegestufen haben, und Härtefälle." Wieviel sie zahlen müssen, sei noch offen. "Die Preise werden immer ein Vierteljahr vor der Eröffnung eines Heimes mit den Pflegekassen verhandelt. Wir wollen uns aber nicht von den Kosten des Umlands unterscheiden", so Berentzik.

Wer sich einen Platz im Heim sichern möchte, kann sich unter Telefon 03425/ 81 64 66 melden. Dort werden auch Bewerbungen für Mitarbeiter entgegengenommen. Gebraucht werden Pflegefachkräfte, Pflegehelfer, Reinigungspersonal und soziale Fachkräfte.

Finanziell stemmen will das Internationale Bildungs- und Sozialwerk den Bau selbst. Das rund 6000 Quadratmeter große Grundstück hat der gemeinnützige Verein gekauft, er plant eine Investition von rund sieben Million Euro. "Bisher erhielten wir für alle unsere Heime eine Förderung von der Deutschen Fernsehlotterie. In Trebsen könnte das auch so sein", erklärte Berentzik. Eine feste Zusage gebe es aber nicht.

Seit 25 Jahren existiert das Internationale Bildungs- und Sozialwerk. Es betreibt unter anderem Berufsförderungszentren wie jenes in Bennewitz, das allerdings vor drei Jahren schloss, und deutschlandweit sechs Altenheime. "Zurzeit bauen wir vier weitere Altenheime, unter anderem eines in Wermsdorf, das dem Trebsener in der Bauart ähnelt", sagte Berentzik. "Zum Jahresende soll es eröffnet werden. Wer sich ein genaueres Bild davon machen möchte, was ihn in Trebsen erwartet, kann sich dann in Wermsdorf umschauen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.07.2015
Frank Pfeifer

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