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Grimma Trebsen sichert seine Randgebiete ab
Region Grimma Trebsen sichert seine Randgebiete ab
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05:02 07.06.2018
Schöne neue digitale Welt: Mit Glasfaser kommen viel mehr und viel schneller Daten ins Haus. Quelle: LVZ-Archiv
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Trebsen

Das eine tun, und das andere nicht lassen. Für diese Vorgehensweise entschied sich der Trebsener Stadtrat am Dienstagabend hinsichtlich der Breitbanderschließung. So verfolgt er weiter das Ziel, für jene Gebiete, die aus heutiger Sicht Gefahr laufen, nicht mit schnellem Internet versorgt zu werden, eine Förderung zu beantragen.

Einen entsprechenden Antrag, der Randbereiche der Kernstadt sowie von Altenhain und Seelingstädt umfasst, hatte die Kommune zwar schon Ende April einmal auf den Weg gebracht. Darin ging es aber nur um das sogenannte Vectoring, bei dem die Daten durchs herkömmliche Telefonkabel ins Haus geschickt werden. Inzwischen ist es möglich, staatliche Beihilfen auch für die Verlegung von Glasfaserkabeln zu erhalten, die deutlich höhere Datenübertragungen zulassen. Bauamtsleiterin Marika Haupt: „Wir gehen davon aus, das Vorhaben mit 100 Prozent gefördert zu bekommen, wie es die Landesregierung kommunizierte.“

Allerdings zeichnet sich ab, dass sich der Stadtrat am 25. Juni parallel für einen Vertrag mit der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser (DG) ausspricht, die sich Montagabend dem Technischen Ausschuss vorgestellt hat. Ortsteile, in denen über 40 Prozent der Haushalte Interesse an einem Glasfaseranschluss bekunden, will sie komplett mit dieser modernsten Technik erschließen – bis zum letzten Haus.

Nun kommt es darauf an, welcher Weg schneller gegangen wird. „Sollte die DG mit ihrer Einwohnerbefragung fertig sein und die 40 Prozent in der Tasche haben, wenn der Fördermittelbescheid bei uns eintrifft, kann sie sich an der Ausschreibung beteiligen und das Kabel möglicherweise verlegen“, so Haupt. „Falls nicht, kann die DG das Netz eventuell später von dem übernehmen, der es gebaut hat.“

Auf alle Fälle will die Stadt mit ihrer Taktik die unterversorgten Areale absichern, zu denen Walzig, der Schneiderteich und das Gewerbegebiet Pauschwitz gehören. Sie sollen Glasfaserkabel erhalten, auch wenn die DG nicht auf ihre Mindestprozentzahl an Hausanschlüssen kommt und sich zurückzieht.

Von Frank Pfeifer

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