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Trebsener Freizeittreff: An Wochenenden ist es rappelvoll

Stadt zufrieden Trebsener Freizeittreff: An Wochenenden ist es rappelvoll

Für recht gut ausgelastet hält Rosel Wächter die Sport- und Kulturstätte „Johannes Wiede“. An den Wochenenden sei sie fast ausgebucht, nur an Werktagen gebe es noch freie Kapazitäten. Einen Rückgang der Buchungen kann die Verantwortliche für die Einrichtung nicht erkennen, auch wenn im Ortsteil Seelingstädt mit dem Speicher ein neuer Veranstaltungsort hinzugekommen ist.

Renner in jedem Jahr: Die Sackfeten des Trebsener Carneval Clubs.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Für recht gut ausgelastet hält Rosel Wächter die Sport- und Kulturstätte „Johannes Wiede“. An den Wochenenden sei sie fast ausgebucht, nur an Werktagen gebe es noch freie Kapazitäten. Einen Rückgang der Buchungen kann die Verantwortliche für die Einrichtung nicht erkennen, auch wenn im Ortsteil Seelingstädt mit dem Speicher ein neuer Veranstaltungsort hinzugekommen ist.

So richtig Fahrt aufgenommen hat der Heimatverein Seelingstädt, der den Speicher im Ort saniert hatte und jetzt mehrmals in der Woche dort Veranstaltungen anbietet. Die neue Konkurrenz sieht Wächter aber nicht als solche. „Der Speicher ist besonders für die Seelingstädter ein zusätzliches Kulturangebot. Wer aus dem Ort unsere Kulturstätte nutzen möchte, tut das nach wie vor. Die Buchungen von dort sind nicht zurückgegangen.“

Rosel Wächter liegt daran, mit allen Veranstaltern zusammenzuarbeiten. Also mit dem Schloss, dem Rittergut, dem Speicher und den anderen Vereinen. Jährlich stellt sie den Veranstaltungskalender für das gesamte Stadtgebiet inklusive der Ortsteile zusammen. Kommt es zu Doppelungen an einem Tag, macht sie die jeweiligen Organisatoren darauf aufmerksam. „Die Absprachen funktionieren, denn es ist nicht sinnvoll, wenn zwei Großveranstaltungen an einem Tag laufen“, sagt sie. Nicht jede Kollision ließe sich allerdings vermeiden. So fielen dieses Jahr das Sportfest des SV Trebsen sowie das Kinder- und Sommerfest Neichen auf einen Tag. Das birgt die Gefahr, dass sich die Veranstalter gegenseitig die Besucher wegnehmen. „Aber manchmal finden sie einfach keinen anderen Termin“, bedauert Wächter.

Den Blick muss sie dabei aber auch auf die Auslastung der kommunalen Sport- und Kulturstätte richten, die nach dem früheren Papierfabrikanten Johannes Wiede benannt ist, der die mächtige Einrichtung an der Bahnhofstraße 1929/1930 erbaute. Um sie noch besser zu vermarkten, wird nicht nur ein neuer Flyer entworfen, sondern es wurde auf Anregung des Stadtrats hin ihr Auftritt auf der Homepage der Kommune kürzlich erneuert. „Man erfährt dort alles über die Räume und ihre Größe“, erklärt Wächter. Buchen ließen sich diese aber noch nicht online. Interessenten bittet die Organisatorin, eine E-Mail an waechter@trebsen.de zu schicken. Unter dieser Adresse nimmt sie Anfragen entgegen und vereinbart auf Wunsch hin Besichtigungen der Einrichtung.

Für private Feiern werden Saal und Vereinszimmer mit Bar – jeweils inklusive Küche – nach ihren Worten bereits rege genutzt. „Schön wäre es aber, wenn noch mehr Betriebe und Einrichtungen hier ihre Schulungen und Sitzungen durchführen“, denkt sie. Die Papierfabrik „Julius Schulte“ sei schon da gewesen. Versammlungen der Wohnungsbau-Genossenschaft Trebsen und Dankeschön-Veranstaltungen für ehrenamtliche Helfer der Kirchgemeinde würden zu den festen Größen zählen. Für Ende August habe die EnviaM das Haus für ihren Tag der Kommunen gebucht, der Landkreis stehe am 4. November mit dem Feuerwehrhelfertag im Kalender. „Die Kulturstätte liegt zentral zwischen Wurzen und Grimma und nur wenige Minuten von der Autobahn entfernt. Sie bietet sich dafür an“, wirbt Rosel Wächter.

Ansonsten wird das Haus in sehr unterschiedlicher Art in Anspruch genommen. Kracher sind die Sackfeten des Trebsener Carneval Clubs, der auch wöchentlich in den Räumen probt. Zu Proben kommen ebenso die Trebsener Blasmusikanten zusammen, die dort Konzerte geben. Der Heimatverein Trebsen, die Volkssolidarität, der Bund der Vertriebenen und ein Handarbeitszirkel gehören zu den regelmäßigen Nutzern. Die Feuerwehr hält ihre Schulungen und Hauptversammlungen im Saal ab. Grund- und Oberschule sind mehrfach im Jahr Nutzer, unter anderem zu Prüfungen, Abschlussfeiern und zum Schulanfang. Sehr gut besucht sind die jährlichen Konzerte der Musikschule Fröhlich.

Das trifft auch auf die meisten Angebote zu, die die Stadt selbst organisiert. Den Beginn machen die zwei Neujahrskonzerte mit der Sächsischen Bläserphilharmonie, die immer ausverkauft sind. Die nächsten Termine stehen schon fest: der 21. und 22. Januar 2017. Verkaufsveranstaltungen, Kabarett-Gastspiele, Konzerte mit den Scherbelberger Musikanten, Puppentheaterstücke und Rentnerweihnachtsfeiern gehören zu den immer wiederkehrenden Dingen. Am 8. und 9. September dieses Jahres geben Grund- und Oberschule Konzerte. Am 4. Dezember tritt die Schlagersängerin Nicole Freytag auf.

Erstmals will die Stadt einen Flohmarkt auf die Beine stellen. Früher hatten sich gewerbliche Anbieter dafür gefunden, doch ihnen war der Saal zu klein. Nach langer Pause nun also ein Neustart. „Anmeldungen sind im Rathaus ab sofort möglich. Einwohner können gegen eine geringe Gebühr einen Tisch mieten und ihre Waren verkaufen“, erklärt Rosel Wächter, die damit einem Bürgerwunsch nachkommen möchte. Als Termin für den Flohmarkt nannte sie den 29. Oktober.

Im Keller des Hauses befinden sich Umkleide- und Sanitärräume für den Schul- und Erwachsenensport. Der Sportverein Trebsen hat dort sein Vereinszimmer. Ihren Namen trägt die Sport- und Kulturstätte also zurecht.

Von Frank Pfeifer

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