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Grimma Trebsener Garage wird zum Weihnachtsmarkt
Region Grimma Trebsener Garage wird zum Weihnachtsmarkt
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15:05 19.05.2015
Klein aber fein: In der Garage von Familie Schwabe ist es zum Hofadvent richtig gemütlich geworden. Quelle: Frank Schmidt
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Trebsen

Leckere Lebkuchen und Plätzchen sowie Kaffee und Glühwein sorgten für eine vorweihnachtliche Atmosphäre.

Jedoch ohne den ganz großen Trubel, wie er rund um einen Weihnachtsbaum üblich wäre. Stattdessen in einer extra dafür ausgeräumten Garage. "Wenn die Stadt nicht in der Lage ist, einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, was ein großes Armutszeugnis ist, dann müssen es die Leute eben selbst in die Hand nehmen", sagte die federführende Ingrid Schwabe, die in Trebsen auch als fleißiges Stricklieschen bekannt ist. Und freilich auch damit die Gelegenheit nutzte, ihre vielfältige Handarbeit zu präsentieren.

Doch ihre ungewöhnliche Privatinitiative stellte zugleich einen derben Seitenhieb auf die städtische Absage dar, für einen Weihnachtsmarkt selbst aktiv zu werden, nachdem der vorweihnachtliche Budenzauber im Schloss Trebsen bereits im Herbst abgesagt worden war. Auf diese Veranstaltung hatte sich die Verwaltung verlassen (die LVZ berichtete).

Die nun eingetretene Adventsstarre stößt bei den Trebsener Bürgern um so mehr auf Unverständnis, weil mit viel Geld und Aufwand im Herbst die Umgestaltung des Marktes hinter dem Rathaus abgeschlossen werden konnte. "Auf dem jetzt so schönen Markt hätte man einen Weihnachtsmarkt in toller Atmosphäre durchführen können", legte Ingrid Schwabe nach.

Hätte man eben nicht, denn im Zuge der Markt-Umgestaltung ist vom Stadtrat bereits im Mai flugs beschossen worden, die Marktsatzung abzuschaffen. Womit es an einer rechtlichen Grundlage fehlt. Die Stadtväter haben sich also rechtzeitig selbst aus der Pflicht entlassen, überhaupt einen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen zu müssen - sowohl dieses Jahr, als auch in Zukunft. Sollten sich doch noch Vereine und Händler kurzentschlossen aufraffen, in der verbleibenden Adventszeit mit Weihnachtstrubel der Markttanne und ihrem Lichterglanz die Show zu stehlen, würden sie sich gar strafbar machen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.12.2013
Schmidt, Frank

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