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Trebsener Kids bearbeiten 300 Kilogramm Eis im Rahmen eines Gletscher-Projektes

Geopark Porphyrland Trebsener Kids bearbeiten 300 Kilogramm Eis im Rahmen eines Gletscher-Projektes

Die Tage des Geotops beim Förderverein Rittergut Trebsen hielten am Freitag eine frostige Überraschung parat. Auf den Hof rollte ein Lkw voller Eisblöcke, aus denen Kinder kleine Kunstwerke meißeln durften.

Ein cooles Erlebnis mit dem vergänglichem Material Eis fördert fast grenzenlos die Kreativität. Mit Hammer und Meißel konnten Kinder im Rittergut Trebsen am Freitag selbst Eisskulpturen herstellen.

Quelle: Thomas Kube

Landkreis Leipzig/Trebsen. Wenn das kein cooler Abschluss einer Schulwoche ist! Gestern machte das Eiszeitmobil im Rahmen der Tage des Geotops im Rittergut Trebsen Station. Den Hof bevölkerten Trebsener Fünftklässler, die aus der Ladung eisige Kreationen schufen. „Wir möchten uns mit diesem Angebot an Schulklassen wenden, die so an das Thema Gletscher und Eiszeit herangeführt werden“, berichtete Uwe Bielefeld vom federführenden Förderverein Rittergut Trebsen. Die Akteure haben sich dem Schwerpunkt Umweltbildung verschrieben, offerieren auch handfeste Offerten zum Thema Stein.

Zusammen mit dem Geopark Porphyrland, der die Veranstaltung ebenfalls unterstützte, hatten sich die Trebsener für das Gletscher-Projekt eisige Fracht kommen lassen. „Wir sind mit rund 300 Kilo Eis vorgefahren“, berichtete Eis-Fabrikant Ingo Matysiak aus Strausberg bei Berlin. Das kleine Familienunternehmen versorgt üblicherweise Handelseinrichtungen mit Crushed-Eis, liefert Eisskulpturen für leckere Buffets und stattet auch die Meisterschaften der Deutschen Barkeeperunion in Berlin aus. Am Freitag allerdings stand der Bildungsaspekt im Vordergrund. „Kinder können mit unserem Angebot in die Welt der Gletscher eintauchen. Sie erfahren, wie es zuging, als sich die Eismassen vorschoben, raue Naturgewalten tobten.“

Liska (l) und Elise bearbeiten die eisigen Quader mit eisenharten Werkzeugen

Liska (l.) und Elise bearbeiten die eisigen Quader mit eisenharten Werkzeugen

Quelle: Simone Prenzel

Als Höhepunkt der zweistündigen Veranstaltung durften die Mädchen und Jungen selbst Hand anlegen. Bewaffnet mit Meißeln, Handschuhen und Schutzbrille ging es Dutzenden Eisquadern an den Kragen. „Cool, das macht echt Spaß“, ließ sich die elfjährige Liska entlocken, bevor sie weiter eifrig ihren durchsichtigen Eisblock bearbeitete. „Es ist ein besonderes Erlebnis für die Kinder, ihrer Kreativität auf diese Art und Weise freien Lauf zu lassen“, freute sich Bielefeld. „Trockener Unterrichtsstoff wird so lebendig.“ Auch der Trebsener Schulleiter Detlef Hörig staunte, wie geschickt seine Schüler zu Werke gingen. Der eher brachiale Typ, der große Stücke vom Eisblock abklopfte, unterschied sich vom filigraneren Nebenmann, der seiner Kreation mit Körperwärme den letzten Schliff gab. Auf dem Hof des Rittergutes wurde jedenfalls gemeißelt, gestemmt und geschnitzt, was das Zeug hielt. Als Abfall blieben kleine Eis- und Schneehäufchen übrig, die immer wieder beiseite geschoben wurden. „Die Blöcke haben etwa zehn Grad minus und wiegen sechs bis acht Kilo“, berichtete Eis-Experte Matysiak. Bevor die kleinen Bildhauer loslegten, hatten sie mit einem Mini-Meißel auf der Oberfläche die Konturen vorgeritzt. Dann wurden die Kanten nach und nach abgeklopft, bis sich viele Formen aus den Blöcken schälten: Herzen, Vulkankrater, Fische, sogar Tierköpfe und Smileys nahmen Gestalt an.

„Schade nur, dass die Sachen nicht lange halten“, bedauerte Josi aus der 5c, die sich an ein Katzengesicht gewagt hatte. Dafür wurden am Ende des eisigen Workshops eifrig Fotos geschossen, schließlich wollten die Kinder ihre vergänglichen Kunstwerke wenigsten auf diese Weise verewigen. Geht es nach Uwe Bielefeld, kann die frostige Fracht in Zukunft öfter auf den Hof rollen und noch mehr Klassen begeistern. „Interessierte Schulen müssen sich nur an uns wenden, dann machen wir das möglich.“

Von Simone Prenzel

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