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Grimma Trebsener Kommunalwahlkampf kaum zu vernehmen
Region Grimma Trebsener Kommunalwahlkampf kaum zu vernehmen
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14:20 19.05.2015

Mitnichten habe das etwas mit der Erkrankung von Bürgermeisterin Heidemarie Kolbe zu tun. "Der Wahlkampf, wenn man das so bei einer Kommunalwahl nennen möchte, ist einzig Sache der Parteien und Wählergemeinschaften", lässt Romy Sperling im Rathaus auf Nachfrage wissen. In Trebsen wären das neben den etablierten Parteien CDU, SPD und Die Linke die Freie Wählergemeinschaft Altenhain, das Bündnis Pro Trebsen und Ortsteile, die Bürgerinitiative für eine sichere Zukunft und die Gemeinsame Zukunft Trebsen-Altenhain-Neichen-Seelingstädt sowie die NPD. Letztere Partei ist bislang die einzige, die mit ihren Zielen hoch hinaus will, allerdings bei ihrer Werbung für die Europawahl. "Nein, ich denke eher, die wissen, dass für sie die Trauben sehr hoch hängen, weshalb sie ihre Plakate an den Straßenlaternen genau so hoch angebunden haben", witzelt ein in Trebsen nicht unbekannter Stadtratsabgeordneter, der in diesem Fall nicht namentlich erwähnt werden möchte.

Andere geben öffentlich und bereitwillig Auskunft, warum es so still um die Kommunalwahl ist. "Wir von der CDU-Fraktion wollen zeitnah zur Wahl aktiv werden, indem wir Flyer rausbringen, auf denen unsere Ziele formuliert sind", sagt Bodo Herzog. "Plakate an Laternenmasten wird es aber nicht geben. Und was jetzt in der Stadt zu sehen ist, hängt ausschließlich mit der Europawahl zusammen."

Bei der SPD ist Verwunderung angesagt. "Stimmt, so ruhig war es noch nie vor einer Kommunalwahl", meint Detlef Reidys. Davon abgesehen, werde es auch von seiner Partei keine Plakatierung geben. "Eine Ortsgruppe Trebsen gibt es ja nicht mehr, wir gehören doch zu Grimma", lässt er aufhorchen, will aber ausdrücklich daraus keine Schlüsse für eine Gemeindefusion ableiten.

"Wir als Wählervereinigung Gemeinsame Zukunft haben schon erste Flyer verteilt, weitere folgen in der nächsten Woche", kündigt Silke Starke an. "Vielleicht, vielleicht auch nicht - wir wissen es noch nicht, ob wir plakatieren", sagt auf Anfrage Volker Bauer vom Wahlvorschlag Bündnis pro Trebsen und verweist auf bereits verteilte Flyer.

"Plakate und Handzettel wird es sicher noch geben, aber zusätzliche Veranstaltungen sind nicht geplant. Denn wir stellen unsere Interessen in den Ortschaftsratssitzungen vor", sagt Volker Killisch von der Freien Wählergemeinschaft Altenhain. Während Peter Emmrich für seine Fraktion Die Linke von "Wahlpropaganda" spricht, "die nichts bringt", setzt Regina Lyko von der Wählervereinigung Gemeinsame Zukunft Trebsen auf Mund-zu-Mund-Propaganda.

Insgesamt stellt das jedoch nur ein düsteres Stimmungsbild dar. Es konnte nicht koloriert werden, da viele der Wahlkandidaten schwer oder gar nicht für eine vertiefte Umfrage zu erreichen waren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2014
Schmidt, Frank

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