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Grimma Trebsener Pfarrstelle soll besetzt werden
Region Grimma Trebsener Pfarrstelle soll besetzt werden
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19:57 12.02.2019
Neue Struktur: Durch die Reform soll unter anderem das blau gekennzeichnete Kirchspiel entstehen, zu dem unter anderem Trebsen zählt. Quelle: Burga
Trebsen

Frohe Botschaft für die evangelischen Christen in Trebsen: Nach langer Vakanz soll wieder ein Geistlicher ins Pfarrhaus einziehen. So will es zumindest der Kirchenbezirk Leipziger Land. Endgültig entschieden wird jedoch in Dresden.

„Laut unserem neuen Struktur- und Stellenplan, der bis 2025 gilt, soll in Trebsen wieder ein Pfarrer wirken und wohnen“, erläutert Superintendent Jochen Kinder. „Deshalb baten wir das Landeskirchenamt um eine Stellenausschreibung. Zurzeit warten wir auf eine Antwort von dort.“

Trebsener Pfarrstelle schon lange vakant

Im Juni 2016 hatte Pfarrerin Yvette Schwarze die Kirchgemeinde Trebsen-Neichen, zu der auch die Schwesternkirchgemeinden Altenhain, Seelingstädt und Ammelshain gehörten, nach zwölf Jahren Dienst verlassen. Seitdem werden die Christen von Grimma aus betreut. „Aus der Sicht des Kirchenbezirks und aus meiner Sicht ist aber Trebsen ein wichtiger und lohnender Standort für eine eigene Pfarrstelle“, erklärt Kinder. Deshalb sei er voller Zuversicht, dass das Dresdner Landeskirchenamt der Bitte um Stellenausschreibung nachkommt.

Abschied im Juni 2016: Pfarrerin Yvette Schwarze bei ihrem letzten Gottesdienst in Trebsen. Quelle: Frank Schmidt

Der Superintendent hofft außerdem, dass sich auf die Bekanntmachung hin ein Theologe findet, der nach Trebsen zieht. „Wir haben dort eine wunderbare Dienstwohnung, die der Kirchenvorstand herrichten ließ. Außerdem gibt es Schulen im Ort, was Familien entgegenkommt“, nennt er Vorteile. Sollte sich trotz alledem niemand für die Stelle interessieren, könne auch auf andere Weise versucht werden, jemanden für sie zu finden. Auf alle Fälle solle sie besetzt werden.

Betreut Trebsen in der Vakanzzeit: Grimmas Pfarrer Torsten Merkel. Quelle: Thomas Kube

Strukturplan zielt auf große Reform

Und dies möglichst schon vor der großen Reform innerhalb des Kirchenbezirks, die ab 2020 schrittweise umgesetzt werden soll und vorsieht, aus Trebsen, Parthenstein, Belgershain, Großpösna, Otterwisch und Colditz, Großteilen von Grimma und Naunhof sowie kleineren Bereichen von Bad Lausick und Königsfeld ein riesiges Kirchspiel zu bilden. Gemeint ist damit – vor dem Hintergrund des Mitgliederschwunds – ein engerer Zusammenschluss der evangelisch-lutherischen Gemeinden, die einen gemeinsamen Kirchenvorstand bilden.

Ammelshain wird schon von Naunhof aus betreut

Einhergehen wird damit auch ein neuer Zuschnitt der Seelsorgebereiche der Pfarrer. Das heißt, auch wer seinen Dienst in Trebsen antritt, wird später voraussichtlich über den Bereich der Kommune hinaus tätig sein müssen. Das war schon zu Zeiten von Yvette Schwarze der Fall, und zwar Ammelshain betreffend, das zu Naunhof gehört. Hier hat es aber zum Jahreswechsel einen Wechsel gegeben.

Für Gottesdienste und Seelsorge in Ammelshain zuständig: Naunhofs Pfarrer Norbert George. Quelle: Frank Pfeifer

Zwar ist weiterhin die Trebsener Kirchgemeinde verwaltungstechnisch für Ammelshain zuständig. „Die Seelsorge und Gottesdienste habe aber ich am 1. Januar übernommen“, informiert Naunhofs Pfarrer Norbert George. Dies sei jedoch nur eine Interimslösung bis zur großen Strukturreform im Kirchenbezirk, durch die sich sowieso alles ändert.

Von Frank Pfeifer

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