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Grimma Trebsener Schüler wollen beste Neunte werden und helfen Senioren
Region Grimma Trebsener Schüler wollen beste Neunte werden und helfen Senioren
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12:00 25.04.2016
Trebsener Schüler trainieren mit den Senioren die Wahrnehmung anhand von Fühllementen. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma/Trebsen

Derzeit wollen viele neunte Klassen in Oberschulen der Region Leipzig sogenannte „Beste Neunte“ werden. Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig hat zu diesem Wettbewerb aufgerufen. Auch die Klasse 9K 1 der Oberschule Trebsen hat sich deshalb Gedanken gemacht und einen Partner gesucht. Gefunden wurde dieser mit der K & S-Seniorenresidenz in der Grimmaer Karl-Marx-Straße. Nach ersten Vorgesprächen mit der Leitung der Pflegeeinrichtung wurde schnell klar, hier soll etwas Nachhaltiges geschaffen werden. Außerdem sollte mit dem Projekt mehr Verständnis der Schüler für die alte Generation erreicht werden, betonte Projektkoordinatorin Silke Gey von der Verwaltung des Hauses. Ohne die Hinweise von Ergotherapeutin Madleen Puder wäre das freilich unmöglich gewesen. Ist sie es doch gerade, die nah an den Senioren dran ist, mit ihnen Bewegungsspiele und ähnliche Therapien durchführt. Letztendlich sollte etwas entstehen, dass für die Seniorenresidenz längerfristig von Nutzen ist. So fertigten die 25 Schüler der Klasse 9K 1 mobile Tast- und Fühlwände mit Gegenständen des Alltags. Für die Sehschwachen geht es um das Erfühlen von Naturmaterialien wie Baumrinde, Steine, Muscheln oder Flaschenkorken. Auf anderen Tafeln waren handwerkliche Vorrichtungen wie Riegel, Ketten oder abschließbare Fenstergriffe montiert. „Besonders originell“, so Residenzleiterin Iris Tetzner bei ihrer Eröffnungsansprache, „finde ich das Model mit dem Herrenhemd und der Krawatte darauf.“ Soll es den Männern doch helfen, das Binden von Krawatten aufzufrischen oder gar zu erlernen. Alle diese Tast- und Sinneswände dienen dem Training der Wahrnehmung und zugleich dem Erhalt der körperlichen Beweglichkeit und der Förderung der geistigen Fähigkeiten“, weiß Ergotherapeutin Puder. Als zweites Objekt haben wir zusätzlich noch eine Pflanzsäule gebaut“, betonte Klassenleiterin Anke Kilz. Deren einzelne Blumentöpfe können die Senioren saisonbedingt neu bepflanzen. Insgesamt ist es ein soziales Projekt, dass von längerem Nutzen für das Pflegeheim ist und auch den Notendurchschnitt der Klasse verbessern könnte. Denn der Schülerwettbewerb wurde von der IHK ins Leben gerufen, um Schüler zu besseren Lernergebnissen zu motivieren. Gefragt ist hier nicht nur die Leistung jedes Einzelnen, auch die Teamfähigkeit soll mit dem Wettbewerb gefördert werden. Ziel ist es, dass die teilnehmenden Klassen gute Bewerbungszeugnisse erhalten und damit ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt erhöhen.

Von Thomas Kube

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