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Trebsener müssen weiter aufs schnelle Internet warten

Lange Leitung Trebsener müssen weiter aufs schnelle Internet warten

Der Trebsener Ortsteil Altenhain gilt als der am schlechtesten versorgte Teil Trebsens, wenn vom schnellen Internet die Rede ist. Doch auch im restlichen Stadtgebiet können die Übertragungsraten nicht mit den heutigen Normen mithalten. Höchste Zeit also, dass sich etwas tun, das wissen auch die Verantwortlichen im Rathaus. Doch die Mühlen mahlen langsam.

Wann erhalten die Rechner in Trebsen und in den Ortsteilen moderne Anschlüsse an das weltweite Netz? Die Einwohner werden sich wohl weiter gedulden müssen.

Quelle: dpa

Trebsen. Surfen mit Modem-Geschwindigkeit, davon können die Altenhainer ein Lied singen. Der Trebsener Ortsteil gilt als der am schlechtesten versorgte Teil Trebsens, wenn vom schnellen Internet die Rede ist. Doch auch im restlichen Stadtgebiet können die Übertragungsraten nicht mit den heutigen Normen mithalten. Höchste Zeit also, dass sich etwas tut, das wissen auch die Verantwortlichen im Rathaus. Doch die Mühlen mahlen langsam, und so werden sich viele Einwohner beim Thema zeitgemäßes Internet weiter gedulden müssen.

Ein Jahr ist es her, dass im Rahmen der Digitalen Offensive Sachsen eine Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse angefertigt worden war, die im Stadtgebiet die Schwachstellen aufzeigte. „Die maximalen Geschwindigkeiten betragen demnach 16 Megabit pro Sekunde. Nach heutigen Kriterien sollen aber flächendeckend 30 Megabit übertragen werden“, erläutert Steffen Lämmel vom kommunalen Bauamt die momentane Situation.

Eigentlich hätten nach dem Vorliegen der Analyse die nächsten Schritte zum Breitbandausbau unternommen werden können. Doch just während die Studie erstellt wurde, änderten sich die Rahmenbedingungen. „Der Stadtrat verständigte sich darauf, nach den neuen Richtlinien vorzugehen. So wurde bei der Innok@ GmbH aus Lauchhammer eine zweite Studie in Auftrag gegeben, die der Bund finanzierte“, sagt Lämmel. „Auf deren Ergebnisse warten wir jetzt.“

Im Januar will er sich mit dem Ingenieurbüro zusammensetzen und über die weitere Vorgehensweise beraten. Offen sei noch, ob die Trebsener über neu zu verlegende Glasfaserkabel oder über Funk versorgt werden. Es könnte durchaus verschiedene technische Lösungen geben.

Einige Telekommunikationsfirmen haben bereits ihr Interesse bekundet, in ausgewählten Teilen der Stadt und der Ortsteile auf eigene Kosten für schnelles Internet zu sorgen. Sie suchten sich dafür die am dichtesten besiedelten Gebiete aus, in denen sich am besten verdienen lässt. Das Büro Innok@ prüfte laut Lämmel, ob sie die Mindestanforderungen hinsichtlich der Bandbreite einhalten. „Es musste nicht nachgebessert werden“, so der Sachbearbeiter im Trebsener Bauamt.

Allerdings: Die Firmen haben noch nicht den Zuschlag erhalten. Und wenn sie ihn bekommen, bleiben ihnen satte 36 Monate Zeit, um ihre Projekte umzusetzen. Das schnelle Internet kommt also nicht unbedingt schnell.

Auch für die übrigen Stadtgebiete heißt es warten. „Über das Interessenbekundungsverfahren müssen wir versuchen, sie ebenfalls an den Mann zu bringen“, erklärt Lämmel. Lockmittel sollen hier Fördermittel des Bundes sein, mit denen sich weniger lukrative Gegenden mit gebührenden Geschwindigkeiten an den weltweiten Datentransfer anschließen lassen.

In Altenhain biete die Telekom nicht einmal mehr den modernen Mobilfunkstandard LTE an, kritisiert Stadtrat Dieter Grobe (SPD). „Das ist ein totales Niemandsland; es wird Zeit, dass sich dort etwas tut.“ Lämmel dazu: „Ich kann verstehen, dass manche Leute keine Geduld mehr haben.“

Unverständnis zeigt die Altenhainer Ortsvorsteherin Katrin Kamm, dass überhaupt noch von Funklösungen gesprochen wird. „Laut der neuen Förderrichtlinien kommen sie nicht mehr in Frage“, meint sie.

Lämmel wäre es auch am liebsten, wenn überall Glasfaserkabel verlegt würden. Es gebe aber noch kleine Flecken, die entlegen und damit für die Telekommunikationsunternehmen so uninteressant sind, dass sie diese nicht einmal mit finanziellen Zuschüssen erschließen wollen. „Hier müssen wir noch Gespräche führen“, so Lämmel. „Wahrscheinlich kommt dort nur Funk in Frage.“

Von Frank Pfeifer

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