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Tritt er 2018 wieder an? Dino Matthias Schmiedel taktiert

Bürgermeisterwahlen Tritt er 2018 wieder an? Dino Matthias Schmiedel taktiert

Er lässt sich noch Zeit: Matthias Schmiedel (parteilos), Bürgermeister von Colditz, legt sich noch nicht fest, ob er 2018 noch einmal für das Amt des Stadtchefs kandidiert. Die CDU wird einen eigenen Kandidaten stellen.

Bürgermeister Matthias Schmiedel legt sich zurzeit noch nicht fest, ob er 2018 noch mal antritt.

Quelle: Thomas Kube

Colditz. Er ist einer der dienstältesten Bürgermeister, nennt sich selbst gern einen Dino („Moos auf dem Rücken“), fühlt sich aber noch fit für eine weitere Amtsperiode: Matthias Schmiedel, 60, parteilos. Ob er zur Bürgermeisterwahl am 8. April antritt? „Abwarten, man darf sein Pulver nicht zu früh verschießen. Das hat die Schlacht bei Lützen gezeigt.“ Colditz sei auf einem guten Weg, die Region beginne sich zu einen, die Verwaltung werde jünger: „Wir haben uns hohe Ziele gesetzt. Sie zu erreichen – dafür will ich meinen Beitrag leisten.“ Zu einer möglichen Kandidatur werde er sich jedoch erst Ende des Jahres und nach Abstimmung mit der Fraktion „Für unsere Heimat“ äußern, bittet Schmiedel um Verständnis.

Silvio Gleffe, Ordnungsamtsleiter und „Mister Wahl“ seit 1994, ruft schon jetzt zur Mitarbeit im Gemeindewahlausschuss auf: „Bis Ende November sollten die Vorschläge gemeldet sein, damit Vorsitzender, Stellvertreter und Beisitzer in der Dezembersitzung des Stadtrates gewählt werden können.“ 2011 fusionierten Colditz, die Gemeinde Zschadraß und Teile Großbothens zur neuen Stadt. Zuvor versetzte man per 31. Dezember 2010 alle drei Bürgermeister in einstweiligen Ruhestand. Schmiedel, seit 1990 Ortschef erst in Hausdorf, dann in Zschadraß, wurde im Dezember 2010 zum Amtsverweser bestellt. Im April 2011 siegte er bei der Bürgermeisterwahl klar und deutlich.

„Die sieben Jahre sind nun bald vorbei“, sagt Ordnungsamtschef Gleffe: „Wegen der Neugründung der Stadt haben wir einen anderen Turnus als andere Kommunen. Am 8.  April ist der Urnengang, sollte keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreichen, würde sich ein zweiter Wahlgang am 29. April notwendig machen.“

Urte Müller (FDP) geht davon aus, dass Schmiedel noch einmal antreten wird: „Was anderes würde sein Stolz doch gar nicht zulassen! Er wird ganz sicher das Rennen machen, obwohl er von seinen Ankündigungen so gut wie nichts erfüllt hat.“ Die Wohnungsbaugesellschaft habe er nahezu zerschlagen, ohne jegliche Fortschritte zu machen. Die Kitaplätze seien immer noch nicht kostenlos. Das Projekt Colditz 2.0, inzwischen Chefsache, ruhe sanft, so Müller, deren Fraktion noch nicht entschieden habe, einen Kandidaten aufzustellen. Auch die Bürgerinitiative Colditz (BIC) braucht noch etwas Zeit: „Seit zwei Monaten sind wir zwar schon im Gespräch, zum Teil auch fraktionsübergreifend, eine abschließende Meinung steht aber noch aus“, sagt Thomas Wasner: „Ein möglicher Kandidat muss Hand und Fuß haben!“

Michael Völkl von den Linken verweist auf die Sitzung seines Ortsverbandes am 27. Oktober: „Dann werden wir über dieses Thema sprechen.“ Gottfried Schröpfer von der SPD ist sich dagegen nahezu sicher: „So kein anderes Signal aus Grimma kommt, präsentieren wir keinen eigenen Kandidaten.“ Anders die CDU: „Wir haben uns festgelegt, werden im Dezember oder Januar zu 100 Prozent einen Herausforderer nominieren.“ Die Demokratie lebe vom Wettstreit, so der Ortsverbandschef. Lars Herrmann, Vorsitzender vom AfD-Kreisverband, verweist auf den Parteitag: „Da wir noch keine Ortsgruppen haben, werden unsere derzeit 70 Mitglieder vermutlich im Dezember beraten, ob und wie wir in Colditz antreten.“

Er würde es insgesamt begrüßen, wenn sich mehrere Kandidaten stellten, sagt Amtsinhaber Schmiedel. Natürlich werde die Wahl auch eine Abstimmung über seine eigene Leistung: „Hätten wir im Stadtrat nicht solche Schwierigkeiten, wären wir sicher schon drei Jahre weiter.“

Von Haig Latchinian

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