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Grimma Trödelmarkt des Naunhofer Museumsvereins gut besucht
Region Grimma Trödelmarkt des Naunhofer Museumsvereins gut besucht
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13:47 02.07.2018
Schnäppchen gefällig? Trödel-Händler Karsten Schulz preist Petra Pfeifer einen Bierkrug an. Quelle: Roger Dietze
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Naunhof

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Getreu dieses Sprichwortes gehörte Christina Hasselmann am Vormittag zu den ersten Besuchern des traditionell am ersten Juli-Sonntag vom Naunhofer Turmuhrenmuseums-Verein ausgerichteten Trödelmarkts, der in diesem Jahr sein 20-Jähriges feierte. „Weil ich bislang immer fündig geworden bin, wollte ich auch dieses Mal so zeitig wie möglich hier sein“, berichtet die Klingaerin, die sich als großer Fan der Veranstaltung zu erkennen gibt. „Sie könnte von mir aus gern zweimal im Jahr stattfinden.“

Premiere fand im Sommer 1998 statt

Eine Meinung, mit der sie mit Standbetreiberin Ingrid Funke übereinstimmt. „Die Händler sind von Jahr zu Jahr mehr geworden, was nicht zuletzt mit dem großen Engagement der Vereinsmitglieder zu tun hat“, sagt die Parthestädterin. Die Gelobten ihrerseits hatten am Sonntag alle Hände mit der Zubereitung von Buletten, Bratwürsten und Fettbemmen zu tun, um die hungrigen Mägen der bei idealem Trödelmarktwetter in Scharen erschienenen Besucher zu füllen.

Viele Händler und Besucher waren beim Trödelmarkt in Naunhof. Quelle: Roger Dietze

Gut zu tun hatten der Vereinsvorsitzende Peter Schnabel und dessen damalige Mitstreiter allerdings auch schon bei der Premierenveranstaltung im Sommer 1998. „Wir haben es schon damals rumsen lassen, denn die Museumseröffnung lag ja zu diesem Zeitpunkt erst drei Jahre zurück, so dass wir entsprechend die Werbetrommel rühren mussten“, blickt Peter Schnabels Gattin Helga zurück. Sie erinnert in diesem Zusammenhang gern daran, dass über die vormalige Mädchenschule bereits das Todesurteil in Gestalt der Abrissbirne gesprochen war. „Wir konnten glücklicherweise unseren damaligen Bürgermeister Uwe Herrmann dazu bringen, uns das Gebäude zu verpachten“, so die umtriebige Vereinsakteurin.

Einrichtung muss um Förderung bangen

Doch trotz der unzähligen im Verlauf der vergangen zwei Jahrzehnte mit großem ehrenamtlichen Engagement auf die Beine gestellten Veranstaltungen – von der Museumsnacht, über Trödelmärkte und Feuerzangenbowlen-Nachmittage bis hin zu wechselnden Sonderausstellungen – muss die museale Einrichtung in der Ungibauerstraße alljährlich aufs Neue um ihre Förderung bangen. „Neuerdings sollen wir für sechs Stunden im Monat einen Museologen beschäftigen. Die beziehungsweise den gibt es aber nicht, aber das entsprechende Gesetz gibt es leider“, macht Helga Schnabel aus ihrem Unmut kein Geheimnis.

Museumsnacht am 17. August

Doch so schnell lässt sich der Verein nicht unterkriegen, er richtet seinen Fokus vielmehr bereits auf den nächsten Veranstaltungs-Höhepunkt, die Museumsnacht am 17. August. Im Rahmen dieser können die Besucher unter anderem eine Plakette in Augenschein nehmen, die seit kurzer Zeit den neben dem Museum wachsenden Nussbaum ziert. „Den Setzling hatte uns ein Naunhofer Ehepaar zur Museumseröffnung mitgebracht“, informiert Helga Schnabel über die Hintergründe.

Gepostet von Turmuhrenmuseum Naunhof e.V. am Sonntag, 3. Juni 2018

Von Roger Dietze

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