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Grimma Trotz Rotstift schwingt der Taktstock
Region Grimma Trotz Rotstift schwingt der Taktstock
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13:59 19.05.2015
Das Jugendblasorchester Grimma muss mit weniger Geld auskommen. Quelle: Klaus Peschel

Vom Streichkonzert sind zahlreiche Kultureinrichtungen im Landkreis betroffen, da der Kulturraum rund 530 000 Euro weniger vom Freistaat zur Verfügung gestellt bekommt. Insgesamt fördert der Kulturraum Projekte und Einrichtungen mit rund 7,8 Millionen Euro in diesem Jahr.

"Für das Jugendblasorchester wird es eine Herausforderung, wenn wir im März/April unseren Haushalt verabschieden", sagte der Musikdirektor der Stadt Grimma und der Leiter des Jugendblasorchesters, Reiner Rahmlow. Er sei dankbar dafür, dass es die Kulturraumförderung gäbe. "Seit den 90er Jahren erhält das Orchester aus dem Fördertopf des Kulturraumes Zuwendungen. Diese Gelder und die Unterstützung durch die Stadt Grimma hätten es möglich gemacht, dass der Verein seit 1994 über eine eigene Orchesterschule verfügt und das Jugendblasorchester überregional bekannt ist. "Ich denke, dass es gut angelegtes Geld ist, da die Menschen davon etwas haben", sagte Rahmlow.

Er bedauere, dass an dieser Stelle der Rotstift angesetzt würde. Die Ausgaben stiegen ständig, aber die Einnahmen hielten damit nicht Schritt. Zu den Ausgaben gehören unter anderem die Lohn-und Betriebskosten, die Neuanschaffung von Instrumenten und Noten sowie die Ausgaben für die Aufwandsentschädigungen für die Lehrer der Orchesterschule. "Wir haben keinen Spielraum mehr bei den Einnahmen", erklärte er. "Das Jugendblasorchester Grimma zeichnet sich als Brass-Orchester durch eine einzigartige Besetzung aus", sagte Rahmlow. Jedes Mitglied würde schon jetzt einen Grundbeitrag von 15 Euro monatlich bezahlen. Wenn Kinder und Jugendliche ein Instrument erlernen, zahlen sie zusätzlich bis zu 50 Euro monatlich. Auch die Veranstaltungen wären bereits ausgereizt. 30 bis 40 meistern die Mitglieder des Orchesters jährlich. In diesem Jahr würde das Landesmusikfest im Juni ein besondere Veranstaltung sein, aber auch das Fest der Reformationen im August. "Dort gestalten wir das Abschlusskonzert", sagte er nicht ohne Stolz. "Besonders beliebt sind die traditionellen Veranstaltungen wie Neujahrs-, das Muttertags-, das Oster- und die Parkkonzert", so der Leiter des Jugendblasorchesters. "Wir können jedoch die Preise für die Veranstaltungen nicht anheben", sagte er. Viele würden zum Beispiel gern zum Neujahrskonzert gehen. Doch ihnen fehle das Geld dazu. Aus diesem Grunde würden sie sich schon jetzt auf das Osterkonzert freuen.

"In diesem Jahr werden wir sicherlich noch mit den Kürzungen leben können. Allerdings auf Dauer wird es ein Problem", gab Rahmlow zu bedenken. Denn die Kürzungen würden zum Beispiel bedeuten, dass weniger Instrumente und Technik repariert und neu angeschafft werden könnten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.01.2015
Cornelia Braun

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