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Trotz schwerer Krankheit Trebsens Wohl im Blick

Trotz schwerer Krankheit Trebsens Wohl im Blick

Ehemann Peter braucht nur ein paar Besorgungen in Trebsen zu machen, schon wird er in Supermarkt, Sparkasse oder Apotheke angesprochen: "Wie geht es Ihrer Frau? Bestellen Sie liebe Grüße.

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Am Krankenbett: Heidemarie Kolbe verfolgt auch weiter das politische Geschehen.

Quelle: Haig Latchinian

Trebsen. " Ja, sie sei krank, schwer krank, sagt Trebsens Bürgermeisterin Heidemarie Kolbe (parteilos) der LVZ. Zwangen das Stadtoberhaupt zuletzt ein Zeckenbiss und eine Lungenentzündung zu Auszeiten, so sei es diesmal noch ernster: "Ich habe Magenkrebs."

Sie lasse dennoch den Kopf nicht hängen, betont die 64-Jährige: "Zwar kann der Arzt noch keine Prognosen abgeben, aber ich versuche, optimistisch zu bleiben. Eher weint mein Mann Peter. Er kümmert sich wirklich liebevoll, er wäscht, kocht und führt mich spazieren." Bis zur schockierenden Diagnose versorgte Heidemarie Kolbe beinahe täglich ihre 85-jährige Mutter in Rothersdorf, die Aufgabe habe jetzt der Bruder übernommen. Die Zeit zwischen den anstrengenden wöchentlichen Chemotherapien nutzt die Bürgermeisterin, zweifache Mutter und dreifache Großmutter, um Briefe und Fotos all ihrer Liebsten zu ordnen. Sie liest länger als sonst die Zeitung, ist in Gedanken weiter mit dem Wohl und Wehe ihrer Stadt verbunden. Der 74-jährige stellvertretende Bürgermeister Peter Emmrich (Linkspartei) besuche sie regelmäßig. "Er trägt vor, was anliegt, fragt Hintergründe ab. Er macht das sehr gut." Ähnlich wie sie selbst in den Vorjahren mit dem Klingelbeutel von Firma zu Firma zog, um etwa Spenden für die 850-Jahrfeier einzusammeln, sei Emmrich in den vergangenen Tagen auf Achse gewesen und habe Geld für die dringend zu erneuernden drei Rolltore am Feuerwehrgerätehaus eingeworben, lobt Kolbe. "Natürlich ist es für unsere Stadt nicht leicht, den erneuten Einbruch bei den Gewerbesteuern wegzustecken." Aber es sei doch gut, dass die Betriebe in Größenordnungen investieren, gibt Kolbe zu bedenken: "Zwar setzen sie diese erhöhten Ausgaben von der Steuer ab, doch sofern sich alles auszahlt, wird auch die Stadt davon profitieren."

Lange arbeitete Kolbe in der Trebsener "Zellstoff", ehe sie seit beinahe 25 Jahren fast ununterbrochen als Stadtoberhaupt fungiert. "Gern würde ich noch bis zur nächsten Bürgermeisterwahl im Mai 2015 im Amt bleiben. Dann wählen wir einen ehrenamtlichen Bürgermeister - diesem will ich alles geordnet übergeben." Gefreut hat sich Heidemarie Kolbe über das Angebot von Klaus-Thomas Kirstenpfad aus dem Landratsamt, den Trebsener Kollegen vor Ort beratend zur Seite zu stehen: "Er war auch schon mal da, unterstützt besonders meinen Stellvertreter."

Heidemarie Kolbe ist regelrecht überwältigt, wie viele Menschen sich bereits bei ihr gemeldet hätten. Die Stadträte Dieter Grobe (SPD), Volker Killisch (Freie Wählergemeinschaft Altenhain) sowie Bodo Herzog (CDU) kamen vorbei und erkundigten sich genauso wie die Kollegen im Amt nach dem Befinden der Chefin. Auch die Nachbarsfamilien Felke, Pletl, Stöckel, Kluge, Merkner, Große und andere statteten ihr einen Besuch ab. Gerührt zeigte sich das Stadtoberhaupt, als Detlef Bechler, Klaus Bade und Kerstin Quickert vom Bauhof sowie Mike Moosdorf von der Kirchgemeinde auch im Namen von Pfarrerin Yvette Schwarze beste Genesungswünsche überbrachten. "Ich freue mich wirklich sehr, dass man mich nicht schon abgeschrieben hat. Aber wer kommen möchte, sollte vorher Bescheid geben, denn gerade nach der Chemo geht es mir mitunter ziemlich schlecht."

Sie sei stolz - auf das, was in Trebsen bewegt wurde. Schulen, Kindergärten, Feuerwehren, Turnhallen - vieles könne sich sehen lassen. "Na, und die Kulturstätte kriegen wir auch wieder in den Griff", sagt sie und erinnert daran, dass der legendäre Trebsener Carnevalsclub demnächst 40-Jähriges feiert. Ob sie bis dahin wieder an Deck ist, weiß sie nicht. Nur so viel: "Die lang ersehnte Schiffsreise in den Ruhestand musste ich bereits stornieren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.02.2014
Haig Latchinian

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