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Trotz sinkender Einnahmen überdurchschnittlich gute Saison an Naunhofer Seen

Bilanz Trotz sinkender Einnahmen überdurchschnittlich gute Saison an Naunhofer Seen

Fast sommerlich waren die Temperaturen in den vergangenen Tagen. Dennoch zieht es kaum noch jemanden hinaus zu den Naunhofer Seen, um ins mittlerweile recht kühle Nass zu springen. Der Bauhof begann mit der Winterfestmachung, die Saison ist gelaufen.

Winterfestmachung: Vorarbeiter Gerd Hanske glättet den Strand des Moritzsees.

Quelle: Andreas Döring

Naunhof. Fast sommerlich waren die Temperaturen der vergangenen Tage. Dennoch zieht es kaum noch jemanden hinaus zu den Naunhofer Seen, um ins mittlerweile recht kühle Nass zu springen. Der Bauhof begann mit der Winterfestmachung, die Saison ist gelaufen.

Eine recht passable Saison, auch wenn sie mit dem Vorjahr nicht ganz mithalten kann. „Wir haben am Moritzsee über die Parkgebühren um die 100 000 Euro eingenommen, rund 30 000 weniger als 2015“, bilanziert Bauamtsleiter Thomas Hertel. Da das langjährige Mittel aber bei 80 000 Euro liege, mit denen somit auch geplant wurde, könne dem städtischen Haushalt etwas mehr als erwartet zugeführt werden. Genaue Besucherzahlen lassen sich nicht nennen, da viele Badelustige zu Fuß oder mit dem Rad kommen und somit nichts zahlen.

Für den Einnahmerückgang gegenüber dem Vorjahr macht Hertel den durchwachsenen Sommer verantwortlich. „Gerade in den Ferien, wenn viele Eltern mit ihren Kindern kommen, war das Wetter oft unbeständig“, erklärt er.

Die Wasserqualität war laut Gesundheitsamt gut, der Wasserpegel optimal, so dass sich viele Strandbereiche nutzen ließen. Schwere Badeunfälle und Waldbrände gab es nach Hertels Worten nicht. Dafür einige Zerstörungswut in den Toiletten. „Manche Leute werfen ganze Papierrollen und Handtücher in die Klos, verkleben die Schlösser, so dass sich die Türen am Abend nicht verschließen lassen“, bedauert der Amtsleiter. „Wir stellen die Toiletten unseren Besuchern unentgeltlich zur Verfügung, und dann werden sie kaputt gemacht.“

Ansonsten seien kaum Vandalismusschäden zu verzeichnen gewesen. Auch nicht an den neuen Bänken, die Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) vor zwei Jahren aufstellen lassen hat. Größere Investitionen, so Hertel, hätte es dieses Jahr nicht geben können, weil die Stadt noch keinen bestätigten Haushalt hat. Für kommendes Jahr sei vorgesehen, die Dächer der Werkstatt und des Hauses am Rettungsturm abzudichten.

Früher waren fast wöchentlich die Parkautomaten rund um die Seenlandschaft aufgebrochen worden – wobei der Sachsschaden über dem Stehlschaden lag, da sie jeden Abend geleert worden waren. Die Stadt ließ sie daraufhin abbauen und stieg auf die Handkassierung um. Diese soll laut Hertel im nächsten Jahr optimiert werden.

„Wir wollen die Zufahrt zum Kurzzeitparklatz nach hinten in den Kreisverkehr verlegen, so dass jene, die ihr Auto dort abstellen wollen, auch an den Handkassierern vorbeifahren“, erläutert er. Bisher muss der Kraftfahrer sein Ticket zu Fuß beim Personal holen und dann zurück zu seinem Auto laufen, um es hinter die Windschutzscheiben zu klemmen. Auch die Kassierer, die immer in der prallen Sonne sitzen, sollen bessere Bedingungen erhalten. Für sie ist ein kleiner Unterstand vorgesehen.

Zu wenig Platz für Autos gibt es am Grillensee im Bereich des Friedhofs, wo die Wagen seit dem Abbau des Parkautomaten für maximal zwei Stunden abgestellt werden dürfen. „Wir werden die Fläche wahrscheinlich erweitern, so dass ab der nächsten Saison am Birkenweg in zwei Reihen geparkt werden kann“, kündigt Hertel an. Das dafür erforderliche Grundstück gehöre schon der Kommune.

Dass manche Zeitgenossen Schlupflöcher suchen, um mit dem Motorrad oder gar Auto bis ans Wasser zu fahren, findet der Bauamtsleiter nicht lustig. Das Ordnungsamt strafe solches Verhalten ab. Ebenso verboten sei das Entzünden von Lagerfeuern außer an den drei dafür vorgesehenen Stellen am Moritzsee. „Auch sie können aber nur bei niedrigen Waldbrandstufen genutzt werden, am besten, man informiert sich vorher im Rathaus“, rät Hertel.

Die neue Verkehrsführung bei Großveranstaltungen hat sich für seine Begriffe bewährt. Im Vorfeld des Feuerwerksspektakels „See in Flammen“ war der Wall an der Ammelshainer Straße geöffnet und der Durchlass mit einer Schranke gesichert worden. Abreisende Besucher wurden auf diesem Weg nach Hause geschickt, so dass sich ein Begegnungsverkehr mit Neuankömmlingen und damit Staus vermeiden ließen. Rettungsfahrzeuge haben jetzt generell an der Schranke Zugang.

Von Frank Pfeifer

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