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Tückische Kreuzung bei Zweenfurth soll durch Kreisel entschärft werden

Tückische Kreuzung bei Zweenfurth soll durch Kreisel entschärft werden

Sie existiert schon lange - die Forderung nach mehr Sicherheit am Hirschfelder Kreuz. "Für Ortsunkundige ist dieser Knotenpunkt eine Zumutung", erklärt der Borsdorfer Bürgermeister Ludwig Martin.

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Herausforderung für jeden Autofahrer: Der Unfallschwerpunkt Hirschfelder Kreuz soll in den nächsten Jahren durch einen Kreisverkehr entschärft werden.

Quelle: Andreas Döring

borsdorf/Zweenfurth. Der CDU-Politiker machte schon mehrfach auf die unhaltbare Situation aufmerksam, radelte selbst im dichtesten Berufsverkehr gen Engelsdorf, um die Risiken zu demonstrieren.

 

 

An dem Nadelöhr treffen fünf Straßen aufeinander. Bereits vor zehn Jahren wurde der neuralgische Punkt nahe der Landkreisgrenze ausgebaut. Offenbar gelang dabei aber nicht der große Wurf. Es entstand ein "Doppelknoten mit ungünstiger Straßengeometrie und abknickender Hauptstraße", wie es Planer einmal formulierten. Was das in der Rushhour heißt, erleben nicht nur die Zweenfurther täglich. Autofahrern stehen regelmäßig die Haare zu Berge, wenn sie zu Stoßzeiten die brenzlige Stelle passieren müssen. Schon Einheimische haben mit den nach Althen, Hirschfeld, Baalsdorf und Zweenfurth abbiegenden Strecken ihre liebe Not. "Es ist ein Wunder", meint Martin, "dass es hier nicht öfter kracht."

 

 

Der Gefahrenpunkt liegt zwar auf dem Territorium der Stadt Leipzig. "Dennoch ist er für uns von großer Bedeutung, da der Weg zahlreicher Pendler über das Kreuz Richtung Engelsdorf oder weiter zur Arbeit nach Leipzig führt", so der Borsdorfer Bürgermeister. "Zudem besuchen auch einige Kinder aus Zweenfurth das Gymnasium in Engelsdorf." Der tägliche Schulweg sei auch für sie eine Herausforderung.

 

 

Abhilfe scheint in Form eines Kreisverkehrs zumindest in Sicht. Allerdings dürfte der so schnell nicht Realität werden. "Ich war in dieser Woche Gast des Engelsdorfer Ortschaftsrates, in dem das Vorhaben erläutert wurde", berichtet Rathauschef Ludwig Martin. Die Stadt Leipzig plane demnach, den Unfallschwerpunkt durch den Bau eines Kreisels zu entschärfen. Dieser soll einen Durchmesser von 40 Metern haben, damit ihn auch Laster und Busse problemlos befahren können. Dafür nötig ist ein zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren. "Da der Kreisverkehr etwa 30 Meter in Richtung Osten verschoben werden soll, müssen erst Grundstücksfragen geklärt werden. Dies funktioniert erfahrungsgemäß nur mit so einem Planungsinstrument." Zudem soll die Durchgangsstraße, die von der Autobahn A 14 kommend durch Hirschfeld führt, nicht direkt an den Kreisel andocken. Die Verbindung mündet auch in Zukunft auf die aus Beucha kommende Trasse.

 

 

"Für uns ist vor allem wichtig, eine sichere Verbindung für Radfahrer zwischen unserer Gemeinde und Leipzig hinzubekommen. Auch mit Blick auf Touristen, die unsere Gegend erkunden sollen", weist der Borsdorfer auch auf diesen Aspekt hin. Die Neugestaltung des Hirschfelder Kreuzes sei hierfür nur ein Baustein. "Darüber hinaus setzen wir uns für einen Radweg entlang der gesamten Strecke zwischen Zweenfurth und Engelsdorf/Baalsdorf ein." Während der Landkreis Leipzig als zuständiger Baulastträger hinter dem Vorhaben steht, sieht die Stadt Leipzig derzeit keine Priorität. "Es wäre dem Bürger aber nicht zu vermitteln, wenn der Radweg abrupt an der Kreisgrenze enden würde", findet Martin. Er appelliert deshalb an alle Beteiligten, sich noch einmal zu treffen und nach Lösungen zu suchen.

Als Realist bekannt, sieht der Borsdorfer so schnell ohnehin keine Bagger rollen: "Wenn das Planfeststellungsverfahren in diesem Jahr beginnt, würde ich vor 2017 nicht mit einem Baustart für den Kreisel rechnen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.01.2015
Simone Prenzel

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