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Grimma Turnhalle hat hohen Sanierungsbedarf
Region Grimma Turnhalle hat hohen Sanierungsbedarf
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04:00 07.02.2018
Außen hui, innen dringend sanierungsbedürftig: Für eine modernisierte Turnhalle in Altenhain muss der ortsansässige Sportverein Blau-Weiß zeitlich einen Marathon einplanen. fsw - Frank Schmidt - MTL - BOG Quelle: Frank Schmidt
Trebsen/Altenhain

Auf dem ersten Blick ist es der Turnhalle in Altenhain rein äußerlich gar nicht anzusehen, wie hoch der Sanierungsbedarf ist. Die Eingangsfront ist weiß getüncht, die seitliche Fassade nicht unbedingt schlecht anzusehen und auf dem Dach sitzt eine moderne Solaranlage.

Im Inneren jedoch besteht dringender Handlungsbedarf. Deshalb drängt die ortsansässige Sportgemeinschaft Blau-Weiß auf eine umfangreiche und nachhaltige Sanierung. Wie bereist berichtet, sollte ursprünglich nur der Fußboden erneuert werden, der neben der sportiven Hallennutzung eben nicht zuletzt auch unter den Kleintierausstellungen gelitten hatte, die in den vergangenen Jahren immer wieder in der Turnhalle ausgerichtet worden sind, bis es dafür ein klares Aus gab.

Heizung und Elektrik

Aber auf dem zweiten Blick werden Mängel sichtbar, die abzustellen keinen längeren Aufschub dulden. Defekte Heizungsanlage, veraltete Elektrik und auch der malermäßige Zustand ist alles andere als ansehnlich. Auch über ein Nutzungskonzept wurde gesprochen, wonach eine von der Oberschule Trebsen gewünschte Mitnutzung für den Schulsport mangels Hallengröße vom Tisch ist. Die Turnhalle solle nur dem Vereins- und Behindertensport vorbehalten bleiben, denn auch ein barrierefreier Zugang ist im Zuge der Sanierung angedacht. Die Kosten dafür werden auf etwa 800 000 Euro beziffert, jedoch rechnet die Stadt mit einer Förderung über das europäische Leader-Programm von bis zu 80 Prozent. Stand November 2017.

Diskussion zur Umsetzung

Auf der jüngsten Stadtratsitzung hinterfragte Stadtrat Steffen Slowik (CDU) in der Verwaltung den aktuellen Stand zur Planung, die bereist in den Ausschüssen vorberaten worden sei. „Alles noch in der Planung“, heißt es dazu aus dem Baumamt. „Es müssen noch Einzelheiten abgeklärt werden, zum Beispiel zur Unterbringung von Sportgeräten oder auch welche Heizung zum Einsatz kommen soll“, erklärte Bauamtsleiterin Marika Haupt. Unter anderem sei ein Anbau abzuwägen, in dem Sportgeräte und Heizung untergebracht werden könnten. „Hier muss noch geklärt werden, ob diese Baumaßnahmen förderfähig sind oder auch nicht“, so Haupt weiter.

Obwohl sich die Arbeit im Bauamt „ein bisschen staut“, wie Haupt einräumte, soll bis März dem Stadtrat eine Endfassung der Planung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Dieses Prozedere gehöre aber eher zum Warm-up. Erst danach könne das Bauvorhaben auf den Weg gebracht werden. Haupt befürchtet eigenen Angaben zufolge einen Marathonlauf. Erst müsse ein Bauantrag gestellt und positiv beschieden werden, was bis zum Sommer passieren könnte, wenn alle Behörden mitspielen. Danach folgt die Beantragung der Fördermittel. Und je nachdem, ob diese bewilligt werden oder auch nicht, könnte zum Ende des Jahres die Ausschreibung für das Bauprojekt beginnen. Alles weitere zum tatsächlichen Baubeginn und zur Fertigstellung müsse sich dem unterordnen.

Von Frank Schmidt

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