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Grimma US-Profis werfen mit Grimmaer Kids Körbe
Region Grimma US-Profis werfen mit Grimmaer Kids Körbe
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16:10 19.05.2015
Training: Beim Sommercamp in Grimma platziert der achtjährige Tristan den Ball sicher im Korb. Quelle: Andreas Röse

Wie Uwe Killisch, Bildungsreferent für Kinder und Jugendschutz beim Freistaat, sagte, sei es das erste Sportcamp dieser Art in der Muldestadt. Über Kontakte zu Sportfreunden ist Killisch auf die News Release Basketball aufmerksam geworden. Sie ist eine Aktion der Kirche, die junge US-Basketballspieler auf Reisen nach Europa schickt, um das Spiel und den Glauben zu leben. Mit dem 20-jährigen Tim sind zehn Spieler im Alter von 19 bis 24 Jahre aus Seattle angereist und coachen eine Woche lang den Nachwuchs in Grimma. "Die Jungs und Mädchen sind mit großen Engagement dabei", sagte Tim. Er zollt ihnen Respekt, weil sie hart arbeiten würden. Mit vielen Kids könne er sich in seiner Muttersprache unterhalten. "Es ist ungewöhnlich, dass so viele Kinder hier zweisprachig aufwachsen", sagte der Coach, der selbst in einer Highschool-Mannschaft gespielt hat und nun in Washington studiert.

Nach dem harten Fitness-Training in dem Morgenstunden werden später in kleinen Gruppen die Basics geübt. Einer, der weniger wegen seiner Größe, sondern eher wegen des Eifers und der Routine im Spiel aus der Masse herausragt, ist Tristan. Der Achtjährige spielt seit zwei Jahren beim Grimmaer SV 1919 und beim Leipziger USC aktiv Basketball. Sein Papa habe bereits gespielt, und er wolle ein ganz großer werden, erzählt der Blondschopf munter. Und weil in den Ferien der Trainingsbetrieb ruhe, könne er sich hier austoben. Dabei begeistere es ihn, endlich mal mit Profis zu spielen, die mit dem orangefarbenen Ball auf der Straße aufwachsen.

"Wir freuen uns über die große Resonanz", sagte Killisch. Im Camp herrsche eine ausgelassene Atmosphäre. Neben den sportlichen Aktivitäten, die gestern durch ein Spiel zwischen den US-Basketballern und Wurzener Athleten bereichert wurden, gibt es viele Gespräche unter den Teilnehmer. "Es geht um Werte wie Selbstkontrolle und Fairness - das ist im Spiel und im wahren Leben dasselbe", sagte Killisch. Der Sport fördere das Selbstwertgefühl der Jugendlichen. "Wer sich selbst etwas wert ist, braucht keine Drogen", so Killisch überzeugt.

Trotz des Hochwassers hat der Bildungsreferent Partner ins Boot holen können, die das Modellprojekt mit unterstützen. So sorgen die Mitglieder aus dem Jugendhaus come in für die Verpflegung der Sportler. Weil sie mit ihrer Einrichtung am Nicolaiplatz ebenfalls untergegangen sind, kochen sie in den Räumen der Elim-Gemeinde von Grimma. Auch ein regionaler Energieversorger engagiert sich für das Jugendcamp. Für Tim und seine Sportfreunde bedeutet der Aufenthalt in Grimma mehr als nur Teenager coachen. "Zuhause erfahren wir nicht so viel über Deutschland und Europa", sagte er. Sie waren bereits in Frankreich und der Schweiz, reisen am Montag weiter nach Schweden und Irland.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.08.2013

Birgit Schöppenthau

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