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Grimma Über 3000 Besucher beim 4. Sächsischen Musikschulfest in Colditz
Region Grimma Über 3000 Besucher beim 4. Sächsischen Musikschulfest in Colditz
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05:00 21.06.2010
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. Egidien zu erleben war.

 

„Über 1000 Mitwirkende von 21 Musikschulen sind bei uns zu Gast. Von Annaberg-Buchholz bis Zwickau", strahlte Bürgermeister Manfred Heinz (FDP) bei der Begrüßung. Mit einem geschickten Wortspiel gelang es dem Stadtoberhaupt sogar noch, die besondere Rolle des Tons in Colditz anzusprechen. „Mit Colditzer Ton wurde das erste Meißner Porzellan hergestellt", sagte er auf dem Rathausbalkon. „Wir wollen auch weiterhin, dass Colditz die Stadt des guten Tons ist."

Bereits zuvor waren erste Töne in der Innenstadt zu hören. Kurz nach elf Uhr öffnete sich das Fenster des Schlossturms. Es begann die Flucht des Kammerton „a" Richtung Marktplatz. Der Solotrompeter gab Signale an eine Kette von Musikschülern weiter, die den Ton mittels Instrumenten dann Richtung Marktplatz weiterreichten. Aus dem einzelnen Ton wurde eine Tonflucht. „Wir wollten damit den geschichtlichen Hintergrund des Colditzer Schlosses hervorheben und den Bezug zum Gastgeberort herstellen", sagte Erwin Stache. Der 49-jährige Beuchaer war einer, wenn nicht gar der Hauptinitiator dieses Tages. Er dirigierte nicht nur das Eröffnungsstück. Er war auch verantwortlich für das Klanglabyrinth. „Das sind kleine kurze Stücke, die die Musikschüler einstudiert haben. Es gibt vier Stationen davon, also auch vier Themen: Spiel, Baumarkt, elektronische Musik und die Tonmischung von fremdländischen Instrumenten. Wer diese vier Stationen besucht, macht sogar eine kleine Schlossbesichtigung", schmunzelte Erwin Stache. Der freischaffender Künstler beschäftigt sich gerne mit alltäglichen Gegenständen und deren Klangmöglichkeiten. „Ich habe Mathe, Physik und Musik studiert. Es ist die perfekte Kombination für diese Klanginstallationen."

Neben dem Klanglabyrinth war vor allem auf den zwei Bühnen im Schloss der Trubel groß. Den vorderen Schlosshof rockte unter anderem die Leipziger Musikschulband „Umbau", während im hinteren die Tänzerinnen zu bewundern waren. Der Musik-Tanz-Kunstverein Bannewitz brachte ein prächtiges Farbenspiel auf die Bühne. „Wir wollten zeigen, dass jede Farbe anders ist. Und wenn sie sich vermischen, entstehen neue Farben", erklärte Jana Mesghara das Tanzstück. „Am Ende ist jede Farbe individuell, aber doch gleich." Ein ganzes Schuljahr lang hatte die Choreografin aus Dresden mit den Musikschülern aus Bannewitz geprobt. Das klangvolle Ende des Tages gehörte natürlich wieder Erwin Stache und den Blechbläsern aus Leipzig, Borna und Wurzen. Sieben Trompeten und fünf Posaunen halfen den Musikern, eine klangvolle Einheit mit einer schönen Akustik zu werden. Ein würdiger Abschluss des Sächsischen Musikschulfestes. Auch Manfred Heinz war begeistert. „Wir haben gezeigt, dass wir gute Gastgeber sein können und so eine Veranstaltung trotz kleinerer Hindernisse auf die Beine stellen können." Das Stadtoberhaupt kann sich vorstellen, weitere solche Veranstaltungen auf das Schloss zu holen.

Robin Seidler

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