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Grimma Unesco präsentiert Geopark erstmals als Teil des internationalen Naturerbes
Region Grimma Unesco präsentiert Geopark erstmals als Teil des internationalen Naturerbes
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13:34 22.04.2016
Die Welt der Mineralien im Freiberger Schloss Freudenstein. Quelle: Foto: privat
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Grimma/Nimbschen

Geologen und Vertreter von Geoparks, Abbauunternehmen und Wirtschaftsvereine tagen vom 28. April bis zum 1. Mai im Kloster Nimbschen bei Grimma zum Thema „Kultur.Wert.Stein – Verantwortung und Chancen für Geoparks“. Die 20. Internationale Jahrestagung GeoTop der Fachsektion GeoTop der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) ist zugleich das 40. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGGV und steht unter Schirmherrschaft des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Gastgeber ist der Nationale Geopark „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“, der mit dem nordwestsächsischen Vulkanitkomplex eine einst sehr explosive geologische Formation umfasst, die sich im Perm vor 290 bis 275 Millionen Jahren herausbildete.

Zu einem außergewöhnlichen Ereignis wird die Tagung durch das Auftreten der Vertreter der Unesco, die den Unesco-Geopark als neue Kategorie der internationalen Naturerbe-Pflege erstmals öffentlich in Deutschland präsentieren. Gäste der Tagung sind zu dieser Frage J. Mc Keever und M. Patzak von der Unesco Division of Ecological and Earth Sciences in Paris. Das bestehende Netzwerk der europäischen Geoparks (EGN), dem bereits sechs deutsche Geoparks, darunter auch der Internationale Geopark „Muskauer Faltenbogen“, in Sachsen, Brandenburg und Polen angehören, wird von K. Rangnes und N. Zouros (European Geoparks Network) in seiner neuen Bedeutung als aktives regionales Netzwerk der Geoparks für ihre globale Vereinigung der Unesco-Geoparks vorgestellt.

Fachvorträge widmen sich der In-Wert-Setzung und dem Schutz der Stein gewordenen Erdgeschichte, der Verantwortung beim Abbau der wertvollen Rohstoffe und der kulturellen und touristischen Bedeutung von Gesteinen. Busexkursionen führen unter anderem zu den Nationalen Geotopen der Region, zum ehemaligen Supervulkan Rochlitzer Berg und den Gletscherschliffen in den Hohburger Bergen, zugleich bedeutendes Abbaugebiet von Quarzporphyr.

Mineralogische Weltreise mit Gerhard Heide

Auf eine mineralogische Weltreise kann man sich in einem öffentlichen Abendvortrag am 28. April, 19.30 Uhr, im Kloster Nimbschen begeben und sich an den kostbaren und farbenfreudigen Funden von allen Kontinenten der Erde erfreuen. Gerhard Heide vom Institut für Mineralogie und Geowissenschaftliche Sammlungen, TU Bergakademie Freiberg, lädt in einem Vortrag in der Kulturscheune ein, neugierige Blicke in die Sammlung und die Bestände der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung zu werfen.

Vorgestellt werden die vor wenigen Jahren eröffneten Dauerausstellungen „terra mineralis“ im Schloss Freudenstein und die „Mineralogische Sammlung Deutschlands“ im Krüger-Haus in Freiberg. Im Mittelpunkt steht eine atemberaubende Führung durch die Präsentation dieser einmaligen Mineral-Stufen in den einzelnen Ausstellungsräumen, die in ihrer Anordnung nach Kontinenten wahrhaftig einer Reise um die Welt gleichkommt. Denn die umfangreiche Mineralsammlung von Pohl-Ströher ist nach regionalen Gesichtspunkten geordnet. Dabei hat die Stifterin versucht, möglichst viele bekannte Mineralarten einer Lagerstätte zusammenzutragen und vor allem auch die verschiedensten Erscheinungen eines Minerals an Formen und Farben zu belegen. Sie legte besonderes Augenmerk auf Qualität und ästhetische Ausbildung der Stufen, so dass die Sammlung einen großen Schauwert erlangte. Diese private Kollektion stellt eine hervorragende Ergänzung der Geowissenschaftlichen Sammlungen der Freiberger Alma Mater dar. Gerhard Heide fängt sowohl den Zauber einzelner Stücke als auch die Magie ihrer gelungenen Präsentation ein. Der Vortrag im Rahmen der internationalen geologischen Tagung „Kultur. Wert. Stein – Verantwortung und Chancen der Geoparks“ ist kostenlos und richtet sich an interessierte Laien.

Von ia

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