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Unfalldrama auf A14 bei Grimma: Prozess gegen Fahrer im Januar

Anklage Unfalldrama auf A14 bei Grimma: Prozess gegen Fahrer im Januar

Am 18. Januar verhandelt der Strafrichter des Amtsgerichts Grimma gegen den mutmaßlichen Verursacher des schweren Verkehrsunfalls am 27. Mai 2015 auf der Autobahn 14 in Höhe der Raststätte Muldental. Das teilte das Amtsgericht mit.

Vor dem Grimmaer Amtsgericht wird im Januar ein Verkehrsunfall aus dem Jahr 2015 verhandelt. (Symbolfoto)

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Am 18. Januar verhandelt der Strafrichter des Amtsgerichts Grimma gegen den mutmaßlichen Verursacher des schweren Verkehrsunfalls am 27. Mai 2015 auf der Autobahn 14 in Höhe der Raststätte Muldental. Das teilte das Amtsgericht mit. Bei diesem Unfall wurde ein Autofahrer getötet. Ein weiterer Autofahrer wurde so schwer verletzt, dass er bis heute im Koma liegt, heißt es in der Mitteilung. Zwei erwachsene Beifahrerinnen wurden schwer und zwei Kinder leicht verletzt. Das Unfalldrama, in das fünf Fahrzeuge verwickelt waren, ereignete sich auf der Autobahn in Richtung Dresden.

Dem Fahrer eines Sattelschleppers, ein damals 37-jähriger tschechischer Staatsbürger, wirft die Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung in Tateinheit mit fünffacher fahrlässiger Körperverletzung vor. Ihren Ermittlungen zufolge habe er nicht bemerkt, dass der Verkehr vor ihm ins Stocken geraten sei und nur noch mit fünf bis 15 Kilometer pro Stunde rollte. Er sei wegen mangelnder Sorgfalt mit einer Geschwindigkeit von 67 bis 72 Kilometer pro Stunde auf einen Lastzug vor sich aufgefahren, dann links an diesem vorbeigezogen und wieder nach rechts geraten. Dabei sei er auf einen Wohnwagenanhänger geprallt. Dadurch habe sich der den Wohnwagen ziehende Personenkraftwagen gedreht und sei auf den Pkw vor sich geprallt. Dieser Pkw sei dadurch mit der Fahrerseite unter einen Lastkraftwagen geschoben worden, was zu den tödlichen Verletzungen des Fahrers geführt habe.

Der stockende Verkehr sei für den Angeklagten aus 300 Meter Entfernung sichtbar und der Unfall daher vermeidbar gewesen, so der Vorwurf der Anklagebehörde.

Das Gericht hat zwei Zeugen und einen technischen Sachverständigen geladen. Die Verhandlung ist öffentlich und beginnt am 18. Januar um 9.30 Uhr in Saal S202.

Von Frank Prenzel

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