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Ungeduld der Leisenauer wächst

Ungeduld der Leisenauer wächst

Ungeduldiger werden nach und nach die Bürger in Leisenau. Seit über vier Monaten wird am Abwasserkanal in der Dorfstraße und an der Verkehrsader selbst gearbeitet.

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Spät dran: Im hinteren Bereich der Leisenauer Dorfstraße verlegt die Firma Schlosser aus Rötha zurzeit den Abwasserkanal.

Quelle: Robin Seidler

Colditz/Leisenau. Über die gesamte Zeitspanne fällt besonders älteren Bewohnern das Passieren der Strecke schwer, die ein wenig einer Buckelpiste gleicht. Nun jedoch ein Hoffnungsschimmer: Das erste Teilstück der Dorfstraße wurde asphaltiert.

Jürgen Schüttler ist direkt von den Bauarbeiten in Leisenau betroffen und ziemlich erstaunt über deren Werdegang. "Es gibt Firmen, da weiß man im Vorfeld, die führen ihre Arbeit mit Sorgfalt und Genauigkeit aus. Und es gibt solche, da graut es einem hinzusehen", sagt er. Seit Monaten werde versucht, den Abwasserkanal für eine zentrale Kläranlage zu verlegen. Ab April sei die gesamte Dorfstraße aufgefräst, gewalzt und dann ihrem Schicksal überlassen worden.

"Die Anwohner muss man ja nicht wirklich informieren. Die nehmen das schon hin", kritisiert Schüttler. "Nicht dass wir unsere Reifen an den Autos kaputt fahren, nein, ältere Bewohner des Ortes trauen sich überhaupt nicht mehr auf die Straße."

Auch andere Anwohner bemängeln den schleppenden Baufortschritt. "Ich bin es langsam leid, über diesen Dreck zu fahren. Das geht seit Monaten so", sagt eine ältere Dame mit Fahrrad, die ihren Namen nicht öffentlich genannt wissen möchte. Sie räumt aber gleichzeitig ein: "Die Bauarbeiter sind freundlich und machen immer Platz."

Mit der ursprünglich geplanten Fertigstellung des Vorhabens - laut Bautafel soll diese am 30. September 2013 erfolgen - wird es wohl schwierig werden. "Ich sehe jedenfalls schwarz für den Termin", bemerkt Schüttler. "So langsam gehen wir in den Herbst hinein, und irgendwann kommt der erste Schnee. Dann bin ich mal gespannt, wer im letzten Drittel des Dorfes den Schnee räumt oder wie wir auf Arbeit kommen sollen."

Während der Bauleiter vor Ort nur spärlich informiert und von einem "guten Baufortschritt" spricht, räumt der Colditzer Bauamtsleiter, Jürgen Uhlig, Verzögerungen ein. "Es gab mehrere Probleme. Einerseits haben die Arbeiten später als gedacht begonnen, dann wurde beim Tiefbau Altbestand an Kanälen gefunden, der ersetzt werden musste", erklärt er.

Ziel sei nun, bis zum Einbruch der kalten Monate die Abwasserkanäle komplett zu verlegen sowie die Asphaltdecke vom Imbiss bis hin zum Abzweig Rittergutsring zu vollenden, damit sich den Bussen zumindest wieder eine Wendemöglichkeit bietet. Der erste Teil der Asphaltierung erfolgte diese Woche. Wann die gesamten Arbeiten fertig sind, vermag der Bauamtsleiter allerdings noch nicht zu prognostizieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.09.2013

Seidler, Robin

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