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Grimma „Unser Dorf hat Wochenende“ – Höfgener Mühlen kommen ins Fernsehen
Region Grimma „Unser Dorf hat Wochenende“ – Höfgener Mühlen kommen ins Fernsehen
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13:08 06.03.2016
Und sie dreht sich noch: MDR-Kameramann Thomas Hempel setzt Steffen Sörnitz vor dem technischen Denkmal Schiffsmühle in Szene. Quelle: Roger Dietze
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Grimma/Höfgen

Ein Besuch bei der Schkortitzer Shire-Horse-Züchterfamilie Schneider, eine Ausfahrt mit Rolf Naumanns Lanz Bulldog sowie eine Stippvisite an den technischen Denkmälern Paltrockwind- und Schiffsmühle: Das MDR-Filmteam, das am Wochenende in und rund um Höfgen für die Sendereihe „Unser Dorf hat Wochenende“ drehte, hatte alle Hände voll zu tun.

Bereits vor einiger Zeit weilte Redakteurin Katja Schmidt für einige Tage in der Region, um mögliche Drehorte ausfindig zu machen und Gesprächspartner für das Vorhaben zu gewinnen. Vom vergangenen Freitag an wurde schließlich scharf gefilmt. „Wir haben uns im Wesentlichen auf Höfgen und Schkortitz konzentriert und nur mit dem Golzerner Wehr und der dortigen Fischtreppe einen kleinen thematischen Schwenk vollzogen, auf den uns Angler gebracht haben“, berichtet Katja Schmidt, die nach eigener Aussage bei den Dreharbeiten den Eindruck gewonnen hat, dass es eine ganze Reihe von Machern im Grimmaer Ortsteil gibt. „Möglich, dass dies etwas mit den Erfahrungen der zwei Hochwasser zu tun hat“, vermutet die Redakteurin.

Der 30-minütige Beitrag wird am 20. März um 9 Uhr im MDR als siebente Folge der neuen Sendereihe zu sehen. Sollten er und seine Höfgener darin als Macher gegenüber den Fernsehzuschauern in Erscheinung treten, dürfte Gunter Hantschmann mit dem filmischen Werk zufrieden sein. Noch aber schwingt bei des Ortsvorstehers Erwartungen an die Ergebnisse des mehrstündigen Drehs eine gewisse Skepsis mit.

„Werbung fürs Dorf ist immer gut, und deshalb bin ich grundsätzlich froh darüber, dass der MDR auf uns zugekommen ist“, so der Betreiber der Schkortitzer Paltrockwindmühle. „Noch zufriedener wäre ich aber, wenn ich den Film vor seiner Ausstrahlung zu Gesicht und die Gelegenheit bekommen hätte, an dieser oder jener Stelle Anregungen und Hinweise zu geben.“ Grundsätzlich aber sei das MDR-Team sehr kooperativ gewesen und er sei zuversichtlich, dass das während der Dreharbeiten entstandene Gefühl füreinander auch im Film herüberkommen wird. „Ist dem so, dann haben wir erreicht, was wir wollten“, so Hantschmann.

Erreicht in punkto medialer Präsenz hat die Stadt Grimma in den vergangenen Jahren eine ganze Menge. „Wir sind echt stolz, dass unsere Bemühungen, das Dorf der Sinne touristisch zu vermarkten, auch medial auf offene Ohren stoßen“, erklärt Sebastian Bachran von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Grimma.

Diese habe sich laut dem Stadtsprecher zu einem durchaus beliebten Drehort entwickelt. So seien die Filmemacher der Krimireihe „SOKO Leipzig“ Stammgäste in der Stadt, und auch für den Tatort habe Grimma in den Jahren 1998 und 2009 als Kulisse gedient. Darüber hinaus seien in der Stadt vor acht Jahren Szenen für den Kinofilm „Der Mond und andere Liebhaber“ mit Katharina Thalbach aufgenommen worden, ferner seien 2010 in Höfgen Aufnahmen für den Streifen „Im falschen Leben“ mit Anna Maria Mühe und erst im vergangenen Jahr solche für eine chinesische Kinoproduktion entstanden.

Allein nur dem Zufall beziehungsweise ihren architektonischen wie landschaftlichen Reizen habe die Stadt die Aufmerksamkeit der Filmbranche nicht zu verdanken. „Vielmehr sind wir bei der Mitteldeutschen Medienförderung gelistet, über deren Aktivitäten wiederum Filmemacher auf Kommunen aufmerksam werden, die sich als Drehorte anbieten“, so Bachran.

Und auch der aktuelle Höfgen-Dreh des MDR komme nicht aus heiterem Himmel. „Über die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen sind wir mit dem Ortsteil sowohl unter der Rubrik ‚Sachsens schönstes Dorf’ als auch bei der Initiative ‚Urlaubsdörfer’ vertreten“, sagt Bachran.

Von Roger Dietze

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