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Grimma Unterm Hammer: Versteigerung in Naunhof
Region Grimma Unterm Hammer: Versteigerung in Naunhof
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00:17 05.10.2017
Die Naunhofer Stadtverwaltung brachte am Sonnabend schwerpunktmäßig Fahrräder unter den Hammer.  Quelle: Foto: Roger Dietze
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Naunhof

 Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten: So lautete am Sonnabendvormittag das Motto vor der Naunhofer Oberschule. Im Angebot hatte die Stadtverwaltung neben etwas Schmuck und Kameratechnik schwerpunktmäßig Fahrräder, die sich in der jüngsten Vergangenheit in der Parthestadt angesammelt und deren Besitzer sich bislang nicht gemeldet haben. „Wir sind verpflichtet, die Räder mindesten ein halbes Jahr, in dem der Besitzer Anspruch auf sein Eigentum erheben kann, vorzuhalten, nach Ablauf dieser Zeitspanne und einer polizeilichen Abklärung mit der Fahndungsliste können wir sie zur Versteigerung freigeben“, nennt Stadtangestellte Birgit Lehmann die Details.

Über die Gründe, warum sich die Besitzer in der Mehrheit der Fälle nicht im Rathaus meldeten, könne man nur Vermutungen anstellen. „Wir gehen davon aus, dass die Fahrräder in anderen Kommunen gestohlen und dann hier abgestellt werden, sodass die rechtmäßigen Besitzer keinen Anhaltspunkt dafür haben, Erkundungen ausgerechnet in Naunhof über das mögliche Auffinden ihrer Räder anzustellen“, so Lehmann, der zufolge die allermeisten herrenlosen Fahrräder rund um die Naunhofer Seen und in den Waldgebieten aufgefunden würden.

Vor der Oberschule wurden sie vorgestern für kleines Geld versteigert, wobei Käufer auch das eine oder andere Markenfahrrad-Schnäppchen ergattern konnten. Die neuen Besitzer müssen sich laut Lehmann übrigens keine Gedanken für den Fall machen, dass der ursprüngliche Besitzer sein Fahrrad erkennt und es zurückfordert. „Jeder Käufer erhält von uns eine Quittung, die ihn als rechtmäßigen Neubesitzer ausweist, wohingegen der ursprüngliche Besitzer Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnehmen und eine Entschädigung in Anspruch nehmen kann“, erklärt die städtische Angestellte. Allerdings sei dieses Prozedere rein theoretischer Natur. „Bislang hat es noch keinen diesbezüglichen Fall gegeben“, sagt Birgit Lehmann, die mit ihren Kollegen in diesem Jahr hinsichtlich des Rahmens der städtischen Versteigerung Neuland betreten hatte.

„In der Vergangenheit haben wir solcherart Aktionen in Stadtfeste eingebettet, mit der Verfügbarkeit von Lagerflächen an der Oberschule macht eine Versteigerung vor Ort Sinn.“ Am Sonnabend fand gut ein Drittel der zur Versteigerung stehenden Drahtesel einen neuen Besitzer. „Deshalb werden wir noch in diesem Jahr eine zweite Versteigerung durchführen“, kündigt Birgit Lehmann an.

Von Roger Dietze

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