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Grimma Unternehmerin in Grimma: 16 156 Euro für den Wiederaufbau
Region Grimma Unternehmerin in Grimma: 16 156 Euro für den Wiederaufbau
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15:50 19.05.2015
Geld für den Wiederaufbau: Fritz Jäckel, Chef des Wiederaufbaustabes Sachsens, übergibt im Beisein von Oberbürgermeister Matthias Berger (links) und CDU-Landtagsabgeordneten Svend-Gunnar Kirmes (rechts) den ersten Zuwendungsbescheid für Fluthilfe an die Grimmaer Unternehmerin Heidi Fix. Quelle: Andreas Röse

t. Als die Limousine von Fritz Jäckel, Chef des Wiederaufbaustabes in der Sächsischen Staatskanzlei, vor ihrem Interimsgeschäft parkte, schien sie sichtlich nervös. Als er die Summe des Bescheides nannte, nickt sie zufrieden. "Die Zahlen habe ich nicht parat", sagte Fix. Aber Jäckel versicherte, dass ihr Mann vor wenigen Tagen zugestimmt habe. "Das passt zum Vorhaben", sagte Jäckel.

Wie die meisten der rund 300 Gewerbetreibenden in der Grimmaer Altstadt ist die aus Nordrhein-Westfalen stammende Geschäftsfrau durch das Muldehochwasser schwer getroffen worden. Ein Teil der Ware und auch die Einrichtung des 70 Quadratmeter großen Ladens seien zerstört worden, so die Modehändlerin. Im August eröffnete sie einen Ausweichverkauf ganz in der Nähe ihres Stammgeschäftes. Außer Stammkundschaft verirren sich jedoch nur wenige Leute derzeit in die Innenstadt. "Leipziger und Dresdner tun sich Grimma im Moment nicht an", sagte Fix. Das mache sie traurig.

Ein Vierteljahr nach dem Junihochwasser beginnt die für den Freistaat tätige Sächsische Aufbaubank in diesen Tagen mit der Auszahlung der Fluthilfe. "Wir sind froh, dass es jetzt auch für Unternehmen anläuft", sagte Jäckel. Kritik wegen der Diskrepanz am Versprechen der Landesregierung zu unbürokratischer Hilfe und der schleppenden Auszahlung weist Jäckel zurück. "Wir wollen den Wiederaufbau da, wo es möglich ist, vereinfachen", sagte er. Aber jeder Euro müsse ordnungsgemäß abgerechnet werden. "Wir sind im Gegensatz zur Flut 2002 unglaublich schnell", versicherte Jäckel.

Obwohl sich Bund und Länder auf eine 80-prozentige Förderung des Wiederaufbaus verständigt haben, zögern viele Grimmaer Unternehmer, das Angebot anzunehmen. "Ich werde kein Geld investieren ohne eine Versicherung", sagte Peter Eibeck, Inhaber eines Eiscafés nahe der Mulde. Gemeinsam mit Betroffenen der Interessen- gemeinschaft Flutopfer 2013 habe er einen Brief an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) geschrieben. Bislang hätten die Grimmaer noch keine Antwort. "Das Geld allein ist es nicht", gab Eibeck gestern zu bedenken. Die Gewerbetreibenden bräuchten dringend Sicherheit - durch Versicherungen und durch die konzipierte Hochwasserschutzmauer. Birgit Schöppenthau

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2013

Schöppenthau, Birgit

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