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Unterwegs in den Clubs Europas

Unterwegs in den Clubs Europas

"Nowhere Else" heißt das erste Album von Lexer. Heute erscheint es. Für den 24-Jährigen, der aus Bad Lausick stammt und in Leipzig lebt, der zwei Jahre daran gearbeitet hat, ein Ereignis.

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Lexer aus Bad Lausick - heute kommt sein erstes Album "Nowhere Else" in den Handel.

Quelle: Agentur

Bad Lausick. Das zu feiern, wird er verschieben müssen, denn heute legt er in Augsburg auf, in der folgenden Nacht in Rottweil. Ein gewöhnliches Wochenende für ihn, unterwegs in den Clubs und auf den Festivals nicht nur dieser Republik, sondern längst weit darüber hinaus. "Mittlerweile ist aus Deutschland Europa geworden und aus Europa die Welt", sagt er, für den Arbeit Musik ist und Musik Arbeit: unter der Woche in seinem Studio, das er sich in Leipzig eingerichtet hat, in den Wochenend-Nächten auf den Dancefloors. "Nowhere Else", nirgendwo sonst, ein Album-Titel, Lebensart, Programm.

Das erste Album: Es aus dem Tonträger-Regal eines großen Marktes zu ziehen, ein großer Augenblick werde das sein, sagt Lexer. "Die ersten Singles sind draußen, kommen an. Ich verfolge, wie sich das entwickelt", sagt er. Wie mancher Aktienkurse verfolgt, hat er die Platzierung in den Charts ständig im Blick. Fünf Tage, drei Tage, zwei, einer: "Dann kann ich endlich alle Lieder spielen, dann sehe ich, wie sie wirken. Ich will endlich, dass es so weit ist - und ich weiß, die Leute wollen das auch." Wenn das Album - als CD, als Vinyl - auf dem Markt ist, vor aller Ohren, vor aller Beurteilung, fällt eine Last ab von ihm. Dann muss er bestehen, wovor ihm nicht bange ist: "Ich habe die Hoffnung, dass es sich auch in Amerika entwickelt. Das wäre der Hammer: Mal in Amerika spielen!"

 

 

Ein Weg, der vor wenigen Jahren allenfalls Traum war für den Mann, der mit bürgerlichem Namen Alexander heißt, der in Bad Lausick aufwuchs, hier Mittelschüler war, das Berufliche Gymnasium Grimma absolvierte, Einzelhandelskaufmann wurde, bei Kaufland jobbte, Arzneimittel ausfuhr - und dann entschied, der Musik Priorität einzuräumen. Der Technik beschaffte, erste Titel mixte, Abiturfeiern bespielte, erste Locations. Dessen Fan-Gemeinde wuchs, ab dem Sommer 2012 sprunghaft, anhaltend. 74 000 Likes zählt sein Facebook-Profil inzwischen. "Es ist atemberaubend, wenn ich Tausende Kilometer weit weg bin - und dann sprechen Leute mich an, wollen mich hören, wollen ein Foto mit mir", sagt er. So geschehen in Phuket (Thailand), in Jakarta (Indonesien), Montreal (Kanada). Gar nicht zu reden vom Alltagsgeschehen zwischen Hamburg und München, der Schweiz und Holland, Rumänien, Ungarn nicht zu unterschlagen.

 

 

Einen Traum leben, formuliert Lexer seinen Anspruch. Nicht lebenslänglich, doch geerdet. "Nicht das Auflegen ist Arbeit für mich, eher das Reisen", sagt er. Seit vergangenem Sommer wird er von der Agentur SKM Berlin betreut. "Ich war an dem Punkt, dass ich weiter wollte. Ich glaube, mein Album läge sonst noch nicht vor", sagt er. Mit "Wild Animals" hat er zugleich ein eigenes Label gegründet, eine Art Rückversicherung für die Zukunft. Den Rücken frei halten ihm nicht nur die Agentur und sein Team, das ihn quer durch die Lande begleitet. Freundin Stefanie ist ein Ruhepunkt für ihn und Ella, die schwer Bezähmbare, eine schwarze Hündin: "Die bringt mich mehr nach draußen, denn manchmal habe ich mich im Studio förmlich eingesperrt." Dass ihm die Anerkennung der Familie wichtig ist, spricht für Bodenständigkeit. "Meine Mutter hört sich das Album auf jeden Fall an, und auch Oma und Opa sind stolz. Die verfolgen das alle."

 

 

Ein Heimspiel für Lexer mit "Nowhere Else" gibt es am 21. März im Täubchenthal: "Seit Ewigkeiten bin ich mal wieder in Leipzig. Das wird wie ein großes Klassentreffen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.03.2015
Ekkehard Schulreich

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