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Grimma Ursache für Betonkrebs geklärt
Region Grimma Ursache für Betonkrebs geklärt
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16:33 12.04.2010
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. Denn bereits vor dem offiziellen Start der Fahrbahnerneuerungsarbeiten zwischen Mutzschen und Leisnig am heutigen Montag war die A 14 auf vier schmale Spuren reduziert worden, auf denen Tempo 60 galt und weiterhin gilt.

Und zwar bis zum kommenden Winter. Denn bis dahin werde laut Burkhard Zscheischler, Sprecher des Autobahnamtes Sachsen, die Erneuerung der vom Betonkrebs zerfressenen Oberfläche auf der Richtungsfahrbahn Leipzig-Dresden der Mitte der 90-er Jahre erneuerten Autobahn in Anspruch nehmen. Beim Autobahnamt geht man jedoch davon aus, dass ein Vorkommnis wie das am Freitag die Ausnahme bleiben sollte. „Da die Autobahn entgegen kursierender Meldungen über den gesamten Bauzeitraum hinweg durchgängig befahrbar bleiben wird, dürften sich die Auswirkungen für die anliegenden Kommunen und Dörfer abgesehen von Stausituationen in Grenzen halten“, so Zscheischler. Allein jene Kraftfahrer, die regelmäßig die Leisniger Ab- und Auffahrt in Richtung Dresden nutzen, die beide parallel zu den Arbeiten gesperrt bleiben, müssten sich ein wenig umstellen.

Bis November sollen die Arbeiten, die für 13,5 Millionen Euro neben einer vollständigen Erneuerung der Betondecke auch den Neubau dreier Brücken beinhalten, abgeschlossen sein. Der Verkehr kann dann allerdings vorerst nur bis zum Ende des Winters uneingeschränkt rollen. Dann erfolgten Arbeiten an der Entwässerung im Mittelstreifen der Autobahn. Deshalb müssten die Fahrbahnen 2011 noch einmal für vier bis fünf Monate eingeengt und die Geschwindigkeit reduziert werden, so Zscheischler.

Mittlerweile liegen dem Autobahnamt auch genauere Informationen über die Ursachen des so genannten Betonkrebses auf diesem Teilabschnitt vor. „Der Verdacht von Pfusch am Bau wird zwar schnell laut, aber die Ursachen liegen in diesem Fall viel tiefer“, so Zscheischler. Ganz offensichtlich kamen beim Ausbau der A14 auf dem betroffenen zehn Kilometer langen Abschnitt so genannte Rhyolite zum Einsatz, die nach neuesten Erkenntnissen in Folge einer chemischen Reaktion unter besonderer Beteiligung von Tausalz die Auflösung des Betons bewirken würden. „Da 1994 zum Zeitpunkt des Ausbaus dieses Abschnittes die Rhyolite völlig unverdächtig waren, stellt sich somit auch nicht die Frage nach der Schuld“, so Zscheischler, der davon ausgeht, dass keine weiteren Abschnitte der A14 vom Betonkrebs betroffen sind.

 

Roger Dietze

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