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Grimma VHS Muldental ist 100
Region Grimma VHS Muldental ist 100
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05:00 09.08.2010
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." Rita Süssmuth redete Klartext. Vor mehreren hundert Gästen referierte sie in der Klosterkirche Grimma auf der Festveranstaltung, mit der die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Volkshochschule Muldental am Freitag Abend begannen.

„Als vor 100 Jahren in Grimma die erste Volkshochschule Sachsens gegründet wurde, gab es mit Sicherheit Menschen, die die angebotenen Veranstaltungen belächelten", hatte Süssmuth, ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestages und heute Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes, im Grußwort des Veranstaltungsheftes formuliert. Diesen Satz griff Thomas Friedrich, Leiter des Betriebes Kultur und Weiterbildung Muldental, in seiner Begrüßung auf. Das sei sicher so gewesen, räumte er ein. Aber es gab auch Menschen, die lächelten, weil sie die Kurse besuchen konnten. Ziel der VHS Muldental sei es 100 Jahre nach der Gründung unverändert, dass es mehr „Lächler als Belächler" gebe. Dafür warte sie mit großen Bandbreite an Angeboten auf. Dieses Ziel sei erreicht, kommentierte Landrat Gerhard Gey in seinem Grußwort. Das Muldental besitze eine lebendige Volkshochschule, die sich auf veränderte Verhältnisse eingestellt habe und mit ihrem Profil heute Partner für die Menschen in der Region sei, von denen in der Wirtschaft bis hin zu jenen in der Kindertagestätte. „Das Erfolgsrezept heißt Vielfalt und auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren", so Gey. „Investition in Bildung lohnt sich", ergänzte Holger Knispel, Vorstandsmitglied des VHS-Sponsors Sparkasse Muldental.

All diese Worte waren Vorlagen für Süssmuth in ihrem Festvortrag – ein vehementes Plädoyer für Bildung im Allgemeinen und für die Volkshochschule im Speziellen. Wenn es nach der Finanzierung durch den Freistaat gehe, könne die VHS Muldental nicht überleben, sparte sie einen Seitenhieb nach Dresden nicht aus. Im Muldental jedoch gebe es Menschen, die etwas auf den Weg brächten. Gelegentlich auch mit einer Portion Sturheit, mit positivem Widerstand: „Hier sind nicht alle wie Luther, ,ich stehe hier, ich kann nicht anders’. Hier heißt es auch schon mal ,hier stehe ich, ich kann auch anders’", formulierte sie mit Blick auf Thomas Friedrich, dem sie hohes Durchsetzungsvermögen auch auf ungewöhnlichen Wegen bescheinigte. Der Erfolg gebe ihm und der VHS Muldental Recht.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Musik der 20er und 30er Jahre, präsentiert von der Damenkapelle Aphrodites Töchter. Die Musikerinnen begleiteten auch den Ausklang des Festaktes auf dem VHS-Gelände am Wallgraben.

Heinrich Lillie

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