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Grimma Vergessene Vielfalt ins Gedächtnis rufen
Region Grimma Vergessene Vielfalt ins Gedächtnis rufen
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05:00 18.09.2010
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. Grund dafür ist die Ausstellung des Landschaftspflegeverbandes Muldenland (LPV) unter der Überschrift „Vergessene Vielfalt - Streuobst aus Sachsen", die Montag, 20. September, 14 Uhr, ihre Pforten in der ehemaligen Feuerwache am Nicolaiplatz öffnet.

Denn begleitet wird diese von einem runden Programm rund um den Apfel und die Birne – beiden Obstsorten werden in ausreichender Menge vorhanden sein. „Wir rechnen damit, dass etwa eine halbe bis knapp eine Tonne Äpfel in den kommenden drei Wochen durch unsere Hände und die der Besucher gehen werden", so LPV-Sprecher Tilo Rantzsch.

Äpfel von insgesamt rund 50 Sorten, die neben 15 Birnensorten von der Wurzener Zweigstelle des Bundessortenamtes dem LPV zur Verfügung gestellt worden sind. „Zum Glück hatten wir rechtzeitig geordert und waren damit in Anbetracht der schlechten Apfelernte in diesem Jahr auf der sicheren Seite, sprich können den Besuchern eine größtmögliche Sortenvielfalt zeigen", so Rantzsch.

Dies sei umso wichtiger, als parallel zur Ausstellung, deren Thema in diesem Jahr sachsenweit von den insgesamt 15 Landschaftspflegevereinen im Freistaat aufgegriffen wird, der Deutsche Landschaftspflegetag vom 23. bis 25. September in Kloster Nimbschen und damit erstmals im Muldental stattfinden wird.

„Für das Fachpublikum wird die Sortenschau ganz sicher eine willkommene Abwechslung darstellen", so der LPV-Sprecher, der die Muldentaler vor allem auf die Ausstellungswochen zwei und drei aufmerksam macht. Denn vom 27. bis zum 30. September geben Fachleute am Nicolaiplatz jede Menge Tipps rund um das Thema Streuobstwiese, beraten über die geeignete Pflanzenauswahl, informieren über das Thema Veredeln und zeigen wie ein Baum verschnitten wird. Parallel dazu finden diverse Veranstaltungen mit den Gärtner- und Landschaftsgestalter-Azubis des Beruflichen Schulzentrums in Wurzen statt. In Woche drei schließlich steht das Thema „geschmackliche Vielfalt" im Vordergrund. Mit Leben ausgefüllt wird dieses unter anderem mit einem Mosttag am 2. Oktober, an dem jeder sein Obst zum Pressen mitbringen kann, sowie am 4. Oktober mit Wissenswertem rund um die Mosterzeugung und den Mostprozess. Am 9. Oktober schließlich findet der mittlerweile 11. Naturtag statt, der in diesem Jahr aus gegebenem Anlass den Namen „Apfelmarkt 2010" trägt. „Wir rechnen mit etwa 20 Händlern", so Tilo Rantzsch, der betont, dass die Sortenschau eine offene ist. „Wer also eine ganz besondere Sorte sein eigen nennt, die noch nicht bei uns vertreten ist, ist herzlich eingeladen, sie mit auszustellen."

Ebenso herzlich eingeladen seien jene, die sich nicht sicher über die in ihrem Garten beziehungsweise auf ihrer Wiese wachsende Apfelsorte sind. „An mehreren Tagen wird bei uns ein Pomologe, sprich ein Apfelfachmann, zu Gast sein, der unklare Sorten versuchen wird zu bestimmen und die Ergebnisse am letzten Tag der Ausstellung, am 9. Oktober, präsentiert", ergänzt LPV-Mitarbeiter Bernd Fischer, der nicht ausschließen will, dass sich auch die eine oder andere Sorte nicht bestimmen lässt. „So viel ich weiß, gibt es allein in unserer Region rund 1 400 Apfelsorten."

Roger Dietze

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