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Verliebt in Cannewitz

Verliebt in Cannewitz

Cannewitz/Connewitz.

Klein-Peter wuchs in Zwickau auf. Schon frühzeitig war er mit seiner legendären ersten Kamera „Pouva Start" unterwegs, fotografierte die Friedensfahrer an der Steilen Wand von Meerane oder knipste einfach nur seine Freunde.

te einfach nur seine Freunde. Als junger Mann ging er nach Leipzig, wo er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst seine große Leidenschaft, die Fotografie, studierte. „Während des Studiums, 1971, also genau vor 40 Jahren, zeltete ich mit meiner Dorothee zum ersten Mal am Kirchenteich im Wermsdorfer Wald, schwarz natürlich. Ich verliebte mich sofort in

die Landschaft mit den Burgen, Schlössern und wildromantischen Dörfern." Als das Pfarrhaus in Cannewitz 1978 zum Verkauf stand, überlegte er nicht lange. „Nach ein paar Jahren als Lehrer im Hochschuldienst und in der Werbung war ich als Freiberufler auf der Messe engagiert, fotografierte für sogenannte Multivisionsschauen von DDR-Kombinaten. Die Honorare stimmten, also leistete ich mir das Haus in gesunder Landluft", erinnert sich Peter Franke und staunt noch heute über seine Courage: „Das Haus war viel zu groß für Dorothee und mich sowie unsere kleine Tochter Maja. Außerdem gab es kein Telefon, nicht mal eine Zelle. Gerade für einen freien Fotografen ist ein Anschluss aber lebensnotwendig." Also arbeitete Peter Franke weiter von Leipzig aus und kam mit der Familie nur an Wochenenden oder in den Ferien ins Muldental. Sein guter Freund aus Studientagen, Fotograf Harald Kirschner, zog mit seiner Familie wenig später ebenfalls mit nach Cannewitz. Inzwischen sind die beiden Fotokünstler längst Großväter, aber ihr altes Pfarrhaus ist noch immer ein munteres Haus der Begegnungen. Der

Für die gleichzeitig auch noch in Connewitz wohnenden Peter und Dorothee Franke steht schon jetzt fest: „Im Alter ziehen wir ganz raus nach Cannewitz." Kein Wunder, bei den netten Nachbarsfamilien Schwarze, Biedermann und Buchheim! Nur hier, im heimlichen Herzen des Muldentals, stehen plötzlich vier Pferde am Wegesrand, thronen fünf Störche auf dem Dach und kommt Harald Kirschner, der passionierte Pilzsammler, mit garantiert ungiftigen Mordsexemplaren nach Hause. Während Enkel Luca im Wald Cowboy spielt, steigen Peter und Dorothee in ihre große „Badewanne" und es ist noch genau so prickelnd wie damals, als sie gleich nebenan am Kirchenteich schwarz campierten.

 

Zumindest von der Papierform her scheint Wohnen für ihn buchstäblich das A und O zu sein: Deshalb auch ist der 64-jährige Peter Franke in Cannewitz und Connewitz zugleich ansässig. Doch was verschlägt den bekannten Fotograf, dessen Aufnahmen zahlreiche Bildbände von Städten, Kulturlandschaften und architektonischen Glanzlichtern zieren, ausgerechnet nach Cannewitz? Schließlich ist es von Connewitz mehr als nur einen Steinwurf weit entfernt.

Haig Latchinian

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