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Vermehrt Falschparker an Naunhofer Seen

Vermehrt Falschparker an Naunhofer Seen

Während es dieses Jahr an den Naunhofer Seen so richtig brummt, macht der Stadtverwaltung der Besucheransturm in gewisser Hinsicht zu schaffen. Manche Badegäste stellen ihre Autos im Park- beziehungsweise Halteverbot ab, um entweder schneller ans Wasser zu gelangen oder Gebühren zu sparen.

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Gebührenpflichtig: Für das Parken am Birkenweg muss bezahlt werden. Wegen der Schafskälte herrscht dort allerdings seit gestern wenig Betrieb.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Deshalb mahnt das Rathaus jetzt zur strikten Einhaltung der Vorschriften. Nicht zuletzt geht es darum, Rettungswege freizuhalten.

Die Saison an Moritz- und Grillensee, landläufig auch als Autobahnsee und Naunhofer See bezeichnet, läuft bisher besser als die vorherige, sagt Bürgermeister Volker Zocher (parteilos). "Das Wetter zeigt sich von einer schöneren Seite, der Wasserstand ist gesunken, es gibt jetzt wieder größere Strandbereiche. Außerdem hat sich einiges in Sachen Ordnung und Sauberkeit getan." In der Folge würden mehr Erholungssuchende kommen. "Wäre immer so viel los wie zu Pfingsten, könnten wir da draußen sogar schwarze Zahlen schreiben", denkt Zocher.

Am Moritzsee stehen laut Stadtsprecherin Anja Lohn auf fünf Parkplätzen insgesamt 1800 gebührenpflichtige Stellflächen zur Verfügung. Obwohl das ausreiche, würden manche Besucher auch die Zufahrtsstraßen dorthin nutzen, um ihr Auto oder Motorrad abzustellen. "Wer hier parkt, erfüllt den Tatbestand einer Verkehrsordnungswidrigkeit - Parken im eingeschränkten Halteverbot", stellt Lohn klar. Auf den Zufahrtsstraßen müsse die freie Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge gewährleistet sein.

Am Eingang zum Naherholungsgebiet wird seit geraumer Zeit wieder von Hand abkassiert, nachdem der Automat vorher häufig zerstört worden war. Von dort aus, so Lohn, sollen die Gäste dem Parkleitsystem folgen. Fahrzeuge dürften nur auf den gekennzeichneten Flächen abgestellt werden.

Etwas anders sieht es am Grillensee aus. Von den zwei Parkplätzen müssen die Badegäste einen etwas längeren Fußweg in Kauf nehmen. Zum einen handelt es sich um die Straße, die seit kurzem Zum Grillensee heißt, eine Plattenpiste, die von der Wurzener Straße abzweigt und über die früher das Betonwerk zu erreichen war. Dort müssen die Besucher, so Lohn, einen Parkschein aus dem Automaten ziehen und hinter die Windschutzscheibe legen. Gleiches gelte für den Birkenweg, der zum Friedhof führe. Erst im letzten Abschnitt sei dort das kostenlose Parken erlaubt, allerdings nur für maximal eine Stunde. Dafür müsse eine Parkscheibe gut sichtbar ins Auto gelegt werden.

Weil der Grillensee für Rettungskräfte weitaus schwerer zu erreichen ist als der Moritzsee, verweist Lohn besonders auf die Maßgabe, die Zufahrtswege freizuhalten. Das gelte vor allem in Friedhofsnähe im Bereich der Wendeschleife.

Sehr fahrlässig handeln nach ihren Worten auch jene, die ihren Wagen am Autobahnzubringer abstellen. "Auf der Zufahrt von der Staatsstraße 43 hin zum ehemaligen Betonwerk herrscht absolutes Parkverbot! Dasselbe gilt für die von der S 43 abgehenden Feuerwehr-Zufahrten zum Wald, sowie auf den dortigen Seitenstreifen", stellt sie klar. Und Bürgermeister Zocher fügt an: "Manche brechen sogar die Schranken auf, um ihr Auto auf Waldwegen abstellen zu können. Das sind Leute, die aus meiner Sicht ihren Verstand nicht gebrauchen. Ich wage mir nicht vorzustellen, dass es einmal wirklich richtig groß im Wald brennt und die Feuerwehr erst nach dem Halter eines Autos suchen muss, um zum Ort des Geschehens zu gelangen." Mitunter habe er die Ausrede gehört: "Ich wollte doch nur mal kurz nei huppen." Doch diese sei inakzeptabel. Bei Streifengängen festgestellte Ordnungswidrigkeiten würden zur Anzeige gebracht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2014
Pfeifer, Frank

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